Blick auf eine Norwegian-Maschine. | Ultima Hora

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Die Regierung von Norwegen hat dem angeschlagenen Mallorca-Flieger Norwegian weitere Staatshilfen verweigert. Diese Entscheidung bezeichnete das Luftfahrtunternehmen als “Ohrfeige”. Damit rückt eine Pleite in greifbare Nähe. Norwegian hatte Mallorca in den vergangenen Jahren auch mit deutschen Städten wie München oder Düsseldorf verbunden.

Der norwegische Staat hatte vor einigen Monaten über weitere Staatshilfen für Norwegian nachgedacht. Währenddessen wurden von der Airline unter anderem Lohnkürzungen vorgenommen und Basen geschlossen. So blieben zahlreiche Flugzeuge im vergangenen Monat auf dem Boden.

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Norwegian galt einst als ein aggressiv expandierender Low-Cost Carrier, der aber bereits im Vorjahr finanziell zu kämpfen hatte. Die Corona-Pandemie hat die Situation für die Airline nochmal um ein Vielfaches erschwert.

Norwegian hatte von der Regierung in Oslo bereits Garantien in Höhe von drei Milliarden Euro erhalten. Wirtschaftsministerin Iselin Nybo äußerte sich zu der Entscheidung und erklärte, dass eine zusätzliche Unterstützung in Milliardenhöhe “keine vertretbare Verwendung von Geld der Steuerzahler” sei. Die geforderte Staatshilfe könne sogar verfassungswidrig sein, merkte sie an.

Was den Tourismus auf Mallorca angeht, so ist Norwegian wichtig für den Zufluss von Skandinaviern auf die Insel. Auch schwedische Residenten sind hier bekanntlich in größerer Zahl vertreten. Bereits im Jahr 2019 war der Tourismus mit Skandinavien um 20 Prozent zurückgegangen.