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Die Zukunft des regionalen Flugverkehrs auf den Balearen hat begonnen. Zumindest für Carlos Poveda, CEO des spanischen Flugdrohnenherstellers „Umiles New Concept by Tecnalia”. Sein Unternehmen stellte Ende Januar im Technologiepark von Menorca den Prototyp eines zweisitzigen Air-Taxis vor, das in spätestens fünf Jahren sowohl auf als auch zwischen den Inseln verkehren soll. Der einem Mini-Helikopter ähnelnde Flugapparat wird von insgesamt acht Drohnenpropellern mittels Elektro-Motor angetrieben, erreicht eine Flughöhe von bis zu 300 Metern und eine Reichweite von maximal 300 Kilometern.

„Mit unserem Drohnen-Taxi können wir einen Passagier innerhalb von 20 Minuten von Mahón nach Ciutadella fliegen. Die Kosten dafür würden zwischen 30 und 40 Euro pro Strecke betragen”, so Poveda. Und: Dank E-Antrieb liege der CO2-Ausstoß um fast 100 Prozent niedriger als bei einem Pkw, Bus oder Zug.

Ähnlich umweltschonend soll auch der „Airlander 10” durch die Lüfte der Balearen schweben, ein futuristisches Remake der einstigen Zeppelin-Luftschiffe. Bereits in drei Jahren will das britische Unternehmen „Hybrid Air Vehicles” mit dem Zeppelin abheben, um mehrmals wöchentlich bis zu 48 Passagiere zwischen Palma und Barcelona zu transportieren.

Das 92 Meter lange und 42 Meter breite Fluggerät kann eine Reisegeschwindigkeit von 150 Stundenkilometern erreichen und würde damit die 216 Kilometer lange Strecke zwischen Palma und der katalanischen Metropole in weniger als zwei Stunden bewältigen. Und das mit einem CO2-Ausstoß, der zehnmal geringer ist, als bei einem konventionellen Linienflieger.

Kurios: Der „Airlander” könnte möglicherweise insbesondere für Heay-Metal-Fans eine interessante Alternative zu Flugzeug und Festlandfähre werden. Zu den Teilhabern der Hersteller-Firma gehört Bruce Dickinson, Sänger der weltbekannten Hardrock-Band „Iron Maiden.”

Etwas weniger spektakulär, dennoch gleichermaßen unkonventionell ist das Vorhaben der Firma „Isla Air Express”. Das will mit Wasserflugzeugen vom Typ „Twin Otter” in baldiger Zukunft tägliche Flugverbindungen zwischen Mallorca und Ibiza anbieten. An Bord der Propellermaschinen ist Platz für maximal 18 Passagiere, die geschätzte Reisezeit zwischen den beiden Balearen-Insel soll rund 35 Minuten betragen. Langfristig plant das Unternehmen auch Flugverbindungen von Palma nach Valencia, Alicante oder Barcelona.

Ob alle drei Projekte tatsächlich einmal in die Luft gehen, ist derzeit noch abhängig von den dafür notwendigen Genehmigungen der spanischen Luftfahrtbehörde sowie den verantwortlichen Stellen in den Inselräten, beziehungsweise im Fall der Wasserflugzeuge auch von denen der regionalen Hafenbehörde.