Neue Besetzer auf Beckers Ex-Finca bei Artà

| Artà, Mallorca |
Blick auf das verrottete Anwesen.

Blick auf das verrottete Anwesen.

Foto: Mallorca Magazin

Auf Boris Beckers ehemaliger Finca zwischen Sant Llorenç und Artà im Nordosten von Mallorca halten sich offenbar neue Besetzer auf. Michael Haselbach will dort bereits seit Juli 2018 zusammen mit weiteren Mitbewohnern leben, wie er MM am Montag am Telefon sagte. "Wir besetzen das", äußerte er.

Bei einem Ortstermin ließ sich das allerdings nicht überprüfen, da eine Nachbarin ein Gittertor auf der Zufahrtsstraße abgesperrt hatte. Hinter dem Tor steht ein Schild, auf dem "Betreten verboten" steht. Es weist zudem das Waldgelände als Jagdgebiet aus.

"Wir renovieren die Finca gerade", so Haselbach, der nach eigenen Angaben aus der Gegend um München stammt und gelernter Spediteur ist. Auf Zetteln, die in Artà an Bäumen angebracht sind, bietet er gegen Bezahlung Rundgänge und Fotoshootings auf dem entlegenen Gelände an.

Im Frühling des vergangenen Jahres hatte der selbst ernannte Friedensaktivist Georg Berres, der sich Jesus Bruder Bauchi nennt, die ehemalige Finca der Tennislegende zeitweise besetzt gehalten. Im Sommer verließ er diese wieder. Die Sponti-Aktion war in deutschen Medien auf große Resonanz gestoßen.

Der in einem hügeligen Gelände befindliche Gebäudekomplex rottet seit vielen Jahren vor sich hin. Boris Becker hatte 2018 getwittert, ohnehin nicht mehr Eigentümer der Finca zu sein.

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Mats / Vor 2 Monaten

Ja klar @Metti, wenn ich aus einer Schrebergartenhaussiedlung illegal ein Wohngebiet mache, dann bekommt man auch in Deutschland, völlig zu Recht Probleme.

Metti / Vor 2 Monaten

Mats Nachtrag " der Klamauk auf Mallorca". Der kann auch so in Deutschland passieren: Nach dem Krieg bauten sich Leute ihre Schrebergärtenhäuser als Wohnhäuser um. Es enstand so eine Siedlung. Diese stand 40 Jahre. Bis irgendwann einer vom Bauamt auf die Idee kam, das es illegal ist. Diese Siedlung wurde dann, nach sage und schreibe 40 Jahren plattgemacht. Kein Bestandschutz nach so langer Zeit, wie es das hier gibt. Tjo, so passiert in Deutschland. Nun Klamauk..und nur auf Mallorca..hm?

Metti / Vor 2 Monaten

Mats: mit der Besetzerei hat man ja nun schon was geändert, als Eigentümer kann ich sehrwohl räumen, mittlerweile auch über die 48Std Regel. Die Bank nicht. Bauerei: Tema für sich. Becker hat ein Fehler gemacht, er hat seine 4 Parzellen zu einer zusammenlegen lassen. Durfte auf dieser neuen einzelnen nicht soviel bauen. Hätte er das in den 4 Teilen belassen, hätte er sein Bau so machen können. Bis auf, die einzuhaltenden Hausabständen zu den Grundstücksgrenzen...ergo Falsch beraten. Die schwarzen Schafe unter den Rathäusern haben bewusst die nicht rauszugeben Baugenemigungen erteilt...meist treten diese Probleme in restriktiven Zonen auf ( Naturschutzgebiete ) Die Reichen wollen da bauen, wo es am schönsten ist, aber durchs Consell verboten. Daher geben viele Rathäuser das nun an die ADT ab.

Mats / Vor 2 Monaten

Ist das ein Klamauk hier auf Mallorca mit den Immobilien. Hier kann Privatbesitz scheinbar besetzt werden nach Lust und Laune und man hat kaum eine rechtliche Handhabe diese ungebetenen Gäste wieder los zu werden. Oder man hat eine Immobilie gebaut, die dann im Nachhinein wieder abgerissen werden muß, weil der Bau angeblich illegal war, bzw. man erwirbt "Bauland", das dann im Nachhinein doch kein Bauland ist. Das ist selbst dem Immobilienprofi Matthias Kühn In Port de Soller passiert. Also hier entgeht einem die Lust auf Immobilienerwerb bei dieser vorherschenden Rechtsunsicherheit.

Heinz / Vor 2 Monaten

..."mallorcinische" Ordnung eben.

Metti / Vor 2 Monaten

Hajo: Weil warscheinlich, trotz Abriss einzelner Gebäudeteile, die Legalität der restlichen Bauten bis dato nicht ganz klar ist. Sollense den Kram für sozial schwache umbauen....oder ne Großkomune für andere "Bauchis" dieser Welt eröffnen. Das dieses überhaupt nen Artikel wert ist. Wie schon beim anderen Bauchitreat geschrieben. Es gibt wichtigere Dinge, wie zB Strassenzustand in Costa Canyamel und die Erpressungsversuche durch das lokale Rathaus...frei nach dem Motto: Ayuntamiento first...

Thomas / Vor 2 Monaten

LOL! "Bauchi" ist zurück auf der Finca, nun hat alles wieder seine Ordnung!

Mc Moneysack / Vor 2 Monaten

Man könnte das Gelände planieren und einen behördlichen Abstellplatz für aufgegebene Autos sowie eine Schrottpressanlage dafür errichten .

Carneval / Vor 2 Monaten

Es wäre interessant, zu erfahren, wem dieser Bunker denn letztendlich gehört. Es dürfte doch nicht so schwer sein, bei den zuständigen Behörden, nachzufragen. MM weiß doch sonst alles.

Hajo Hajo / Vor 2 Monaten

WEM gehört der Laden jetzt in Wahrheit? Der Bank oder.......??? Und warum tut die oder der nichts???