Der große Stierkampf erhitzt die Gemüter auf Mallorca

| Palma, Mallorca |
Am Freitag sollen auf Mallorca wieder Stiere sterben.

Am Freitag sollen auf Mallorca wieder Stiere sterben.

Foto: M. A. Cañellas
Am Freitag sollen auf Mallorca wieder Stiere sterben.Vor dem Rathaus von Palma de Mallorca demonstrierten Stierkampfgegner gegen die "Corridas".

Der große Stierkampf, der an diesem Freitag in Palmas "Coliseo Balear" über die Bühne gehen soll, erhitzt die Gemüter auf der Ferieninsel. Bis zuletzt hatten Tierschützer versucht, die "Corrida" zu verhindern und unter anderem auf dem Rathausplatz der Inselhauptstadt eine Demo veranstaltet. Doch umsonst: der Stierkampf findet statt!

Noch vor einigen Tagen hatte bei Gegnern des blutigen Schauspiels die Hoffnung bestanden, die Veranstaltung könnte wegen möglicher Baumängel an der in die Jahre gekommenen Arena verboten werden. Am Donnerstag jedoch gaben die Techniker der Stadtverwaltung grünes Licht. Zwar bestünden an der "Plaça de Toros" kleinere technische Probleme, eine Gefahr gehe für die Besucher davon allerdings nicht aus.

Bei der "Corrida" am Freitag handelt es sich um den ersten Stierkampf auf Mallorca seit zwei Jahren. Die Balearen-Regierung hatte die Kämpfe zwar nicht verboten, sie aber durch verschiedene Gesetzesverschärfungen quasi undurchführbar gemacht. Diese Normen wurden allerdings vom spanischen Verfassungsgericht kassiert. Da es sich bei dem Stierkampf um ein Kulturgut handle, könne einzig und allein der spanische Staat, nicht aber die einzelnen Regionen, über ein mögliches Verbot entscheiden.

Auf Mallorca löste die Entscheidung eine Welle der Entrüstung aus. Seit Wochen machen Tierschützer gegen den Stierkampf mobil. Dennoch laufen die Vorbereitungen seit Tagen auf Hochtouren, 16 Tiere befinden sich bereits seit Dienstag auf der Insel. Die Hälfte davon wird vermutlich am Freitag ihr Leben lassen.

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Ilse Regente / Vor 7 Monaten

ich kann das überhaupt nicht aushalten. Was sind diese Menschen für Monster. Genau das müsste man mit denen mal machen. Sie schwächen die armen Stiere um in der Arenea einen starken Mann zu markieren. Ich empfinde nur Abscheu. Nicht nur alle die damit zu tun haben sondern auch die perversen Zuschaue haben meine größte Verachtung. Was ist das für ein Verfassungsgericht? Ich zweifele an deren ..... Das schreibe ich jetzt lieber nicht

Berit / Vor 8 Monaten

Wenn das stimmt, was ich im Internet lese, wie ein friedlicher Stier tagelang qualvoll manipuliert wird um dann gequält und erschöpft von einen bewaffneten Matador provoziert, schmerzhaft weiter gequält und ermordet zu werden bereue ich Spanien und Mallorca so oft besucht und unterstützt zu haben. Das ist Gottlose Achtungslosigkeit vor seinen Geschöpfen und ein Missbrauch der Tiere. Das ist weit unter aller Ethischen Grundsätze eines zivilisierten Landes. Auf solch unfairen Kampf kann doch niemand Stolz sein, ganz im Gegenteil, es ist beschämend solche Taten. Das sollte dringlichst der Zuschauerschaft bekannt gemacht werden, es ist sonst auch noch Vortäuschung falscher Tatsachen. der Stier will eigentlich gar nicht kämpfen und hat so misshandelt doch gar keine Chance. Ich lasse mich auch gerne wahrheitsgemäß aufklären, sollte das Nachstehende aber stimmen was sehr vermutlich so ist bitte ich Sie dies zu veröffentlichen, vielen Dank!!!

Das passiert vor dem Stierkampf.....😢!!!

Vor einem Stierkampf, füllen sie die Ohren der Stiere mit nasser Zeitung, und Vaseline wird in seine Augen gerieben, um seine Sicht zu trüben, Baumwolle stecken sie in seiner Nase, um das Atmen zu erschweren, und eine Nadel wird zwischen seine Genitalien eingeführt. Eine ätzende Substanz wird an seinen Beinen gerieben, damit die Stiere, schneller das Gleichgewicht verlieren. Um sie zu desorientieren, werden sie einige Tage lang in einem engen und dunklen Raum gefangen, bevor sie in die Arena müssen. Wenn der Stier nach dieser Folter, vor dem Kampf losgelassen wird, rennt er verzweifelt auf das Licht zu, als ob er aus einem langen Tunnel käme. Er glaubt, dass sein Leiden vorbei ist, und dass er befreit wird, stattdessen rennt er in die Arena, um sich seinem Mörder und einer Vielzahl Zuschauer zu stellen, die zu dieser Tierqual, und dem sinnlosen Tod des Stieres applaudieren !!! Nein, zu Subventionen mit unserem Geld für diese veraltete, barbarische "Tradition" !!!

Ulrike / Vor 8 Monaten

Ich kann mich Ben's Worten nur anschliessen!

Ilse Regente / Vor 8 Monaten

wie abartig müssen Menschen sein die das Verbot für diese Stierkämpfe aufheben. Die müssen krank sein im Kopf und sich schämen. Stiere werden grausam zur Volksbelustigung gequält und die kranken Zuschauer klatschen. Grausam und abartig. Mit Kultur und Tradition hat das nichts mehr zu tun. Nie wieder Mallorca

Majorcus / Vor 8 Monaten

@Ben: komisch, aber wahr - aber Tier-Quäler aus Leidenschaft wie Sie sind eine kleine Minderheit ...

Ilona / Vor 8 Monaten

Ich bin froh über die Proteste auf Mallorca gegen den Stierkampf. Den blutigen Stierkampf nicht mehr als «nationales kulturelles Erbe» zu betrachten, sondern als Öffentliches Ärgernis wäre schon mal ein Anfang.

Rafa M. / Vor 8 Monaten

@ Ben, Was bist du denn für einer ?! Das was ich über dich denke, darf Ich hier leider nicht Schreiben! Dich und deine Familie ( die du ja ja so gerne dabei hättest) sollte man durch die Arena jagen!!!! Stierkampf ist das allerletzte! Genau wie alle Leute die diesen auch noch befürworten!!!

Robby / Vor 8 Monaten

Als Mallorquiner sollte man sich lieber darüber entrüsten dass kilometerweise Strand, Allgemeingut, an Superreiche verkauft wird.....ein absoluter Skandal !

mallorquin / Vor 8 Monaten

sehr gut H "ben" , endlich mal jemand der zeigt wie sehr wir uns freuen dürfen im 21. Jahrhundert zu leben . Übrigens : ich fand die "Kultur" im alten Rom so toll !!!!! Gladiatorenkämpfe . Würde sie liebend gerne mit IHNEN wieder aufleben lassen . Und den Römer damit ihre alte "Kultur" zurückgeben !!!!!

Mario / Vor 8 Monaten

...ohh doch Ben ...Traditionen können geändert werden... Dänemark 1792 ...USA 1861-1865.......