TV-Tipp: Francisco de Goya war Hofmaler und Freigeist

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„„El 3 de mayo en Madrid““ oder „„Die Erschießung der Aufständischen““ von Francisco de Goya (1814) stellt die Vergeltung für die am Vortag getöteten französischen Soldaten dar (Gemälde „„El 2 de mayo de 1808 en Madrid““, beide zu sehen im Museo del Prado

„„El 3 de mayo en Madrid““ oder „„Die Erschießung der Aufständischen““ von Francisco de Goya (1814) stellt die Vergeltung für die am Vortag getöteten französischen Soldaten dar (Gemälde „„El 2 de mayo de 1808 en Madrid““, beide zu sehen im Museo del Prado).

Foto: Arte

Eine Kulturdoku beleuchtet die Vita des spanischen Malers Francisco de Goya und sein Schaffen. Arte hat "Francisco de Goya - Der Schlaf der Vernunft" am Sonntag, 28. November, um 14.05 Uhr im Programm.

Francisco de Goya war 1792 auf dem Höhepunkt seines Schaffens und ein anerkannter Maler. Sein Erfolg beruhte auf seiner lebhaften Strichführung und seinen idyllischen Bildern vom Madrider Leben. Die gesellschaftliche Oberschicht drängte sich im Atelier des zum Hofmaler ernannten Künstlers. Nach André Malraux‘ Überzeugung wäre von Goya nichts geblieben, hätte er die Welt zu diesem Zeitpunkt verlassen müssen.

Wie zahlreiche Intellektuelle seiner Zeit war Goya vom Geist der französischen Aufklärung mitsamt ihrer Zukunftsverheißungen beeinflusst. Doch das Jahr 1792 – das Jahr seiner schweren Erkrankung, die ihn vollkommen ertauben ließ – ist auch das Jahr der Terrorherrschaft aus Paris, die den universalistischen Utopien der Französischen Revolution ein blutiges Ende bereitete. Der Film zeigt, wie sich Goyas Kunst durch diese Ereignisse tiefgreifend verwandelte. Er übernahm zwar weiterhin Auftragswerke, malte aber von nun an auch für sich selbst und nahm sich dabei jegliche künstlerische Freiheit. Farben und Themen verdüsterten sich zunehmend – bis hin zu den berühmten Schwarzen Gemälden.

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