Michael Ammer in den 90er Jahren bei der Arbeit. | Privat

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Wenn man Michael Ammer danach fragt, wie viele Partys er in seinem Leben schon gefeiert hat, könnte man von ihm genauso gut wissen wollen, wie viele Sternlein denn am Himmel stehen. „Sehr, sehr viele”, untertreibt der mittlerweile 61-jährige Eventmanager, den die deutsche Boulevard-Presse schon vor Jahrzehnten zu Deutschlands Party-König krönte, ein Titel, der angesichts von Ammers Vita keinesfalls übertrieben klingt.

Seine nächste große Sause findet am 11. Juni in Palmas Beachclub „Anima Beach” statt, wo man den Anlass nutzt, gleich noch auf das zehnjährige Club-Jubiläum anzustoßen. Zu der vom internationalen Wirtschafts- und Lifestyle-Magazin „World Economist” gesponserten „Media Night” werden rund 400 Gäste erwartet, die Hälfte davon auf persönliche Einladung der Veranstalter, die andere nach Zahlung eines Eintritts in Höhe von 200 Euro. Für so viel Geld gibt es den ganzen Abend Essen und Getränke frei, Live-Auftritte von Sänger Cosmo Klein und Saxofonist Max Merseny, Feuerschlucker-Einlagen, zahlreiche prominente Gesichter, jede Menge Beaus und Beautys sowie das anschließende Gefühl, auf der vielleicht coolsten Party des Jahres gewesen zu sein.

Dass der Event ein Erfolg wird, dafür bürgt Michael Ammer mit seinem Namen und jahrzehntelanger Erfahrung beim Ausrichten von glamourösen Partys mit feierwütigen Vips, hübschen Frauen und jeder Menge Schampus. Doch wie begann das Ammer-Märchen aus tausend und einer Nacht?

„Ich hatte als Kind Beschwerden mit den Bronchien. Meine Eltern zogen daher mit mir aus Darmstadt in die Nähe von Hamburg. Da war die Luft einfach besser”, erzählt Ammer. Nach seinem Abitur absolvierte er 1980 in einer Papierhandlung eine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann. Dank der großzügigen Omi begann Ammer anschließend durch die Welt zu reisen, bevor er den ersten Schritt auf seinem Weg zu Deutschlands Party-König unternahm. „1987 begann ich zuerst als Türsteher im Club Rififi am Ballindamm in Hamburg zu arbeiten. Das war meine eigentliche Lehrzeit.” Zwei Jahre später wurde er zum PR- und Event-Manager der Nobel-Disco Trinity. „Das war ein Riesen-Laden, der von der Inneneinrichtung ans New Yorker Studio 54 erinnerte”, schwärmt Ammer noch heute. Viele internationalen Musik-Stars, die in Hamburg gerade gastierten, gaben sich dank seines PR-Talents im Trinity, die Klinke in die Hand. Ob David Bowie, Grace Jones, Billy Idol, Eros Ramazotti oder die schwedische Pop-Band A-ha: Alle ließen sich in die dort extra eingerichteten Vip-Lounges bitten, die Ammer mit zusätzlich eingeladenen und promi-heißen Models ausstaffierte. 1990 geriet Ammer erstmals in die Schlagzeilen der Boulevardpresse, nachdem der mittlerweile verstorbene US-Superstar Prince drei Tage hintereinander mit ihm in der Disco feierte. Doch irgendwann war auch dort Schluss mit lustig.

„1992 musste der Laden wegen Problemen mit dem Finanzamt dichtmachen. Und ich saß auf der Straße”, erzählt Ammer. Doch nicht für lange. „Aufgrund meiner vielen Kontakte, insbesondere zu den großen Model-Agenturen, begann ich die erste Model-Night in Hamburg zu veranstalten. Mit Erfolg. Noch bis 2014 organisierte die Michael Ammer Eventagentur exklusive Partys in ausgesuchten Clubs oder Top-Locations, in denen Prominente, Beautys und Pressevertreter für eine Nacht die große Sause machten. Und das Ganze finanziert von Sponsoren, die sich von dem medialen Echo ordentlich Publicity versprachen. 2009 lernte Ammer seine große Liebe kennen, die 27 Jahre jüngere Laura Gockel, mit der er heute noch in einem Dorf an der Elbe zusammenlebt.

Mit dem Party-Machen hat er deshalb aber nicht aufgehört. „Statt wie früher dreimal die Woche, organisiere ich jetzt ein bis zwei Events im Monat.” Und wie lange er noch als Deutschlands Party-König weitermachen wird, das steht in den Sternen.