Ob der Sommer wettertechnisch ein Hit wird, steht noch in den Sternen. Dass der Sommer aber Hits schreiben kann, das steht jetzt schon fest! Mit seiner Party-Hymne „Dicht im Flieger” hat Julian Sommer einen der Kracher der diesjährigen Party-Saison auf Mallorca gelandet. Seit Mitte März läuft der Song im „Bierkönig”. Vor drei Wochen dann hatte der 24-Jährige seinen ersten Live-Auftritt in dem Feiertempel.„Ein unbeschreibliches Gefühl”, sagt Sommer im Gespräch mit MM. „Unglaublich vor allem deswegen, weil jeder Gast meinen Hit mitsingen konnte, damit hatte ich echt nicht gerechnet.”

Die Geschichte von Julian Sommer beginnt in der kleinen Eifel-Gemeinde Hausten. Hier ist er geboren und aufgewachsen, arbeitet Vollzeit als Vertriebsmanager in einem Automobilunternehmen. Seine Liebe zu Mallorca hat der Blondschopf schon früh entdeckt. Seit 2008 urlaubt seine Familie regelmäßig auf der Insel, ab 2015 zog es ihn Jahr für Jahr mit den Handball-Jungs an die Playa, wo ihn die Partyschlager „verzauberten”. Dass er hier aber eines Tages selbst auf der Bühne stehen würde – damals noch ein Traum ...

„Im Mai 2019 habe ich zum ersten Mal gedacht, wie genial es sein muss, der Autor und Interpret eines Liedes zu sein, das hier alle mitgrölen.” Kurz darauf lernte Sommer im Bierkönig den auf Mallorca lebenden Robin Ratjen kennen. Die beiden freundeten sich an und blieben in Kontakt – und so wurde Ratjen, im „wahren” Leben Business Development Manager und Country Manager Spanien beim Unternehmen Villa Circle, später zu Sommers Manager.

„Wir hatten schon abgemacht, dass ich das machen würde, wenn Julian mal richtig Erfolg hat”, so Ratjen, der Musikmanager-Gene in sich trägt – sein Vater arbeitet bei Warner Music.

„Es ist für einen Künstler wichtig, Menschen an seiner Seite zu haben, denen er vertrauen kann, um sich nicht alleine durch das Haifischbecken des Musikbusiness kämpfen zu müssen. Für mich ist das Leidenschaft, es macht mir Freude”, so der 33-Jährige.

Und der Song „Dicht im Flieger”? „Der entstand im Urlaub in Griechenland”, sagt Sommer lachend. „Ich hatte zuerst die Melodie, der Text fiel mir später ein, als ich wieder zu Hause war.” An Karneval lief „Dicht im Flieger” dann erstmals an der Playa, nachdem Sommer eine Hörprobe davon bei den DJs eingereicht hatte. Dass er dann tatsächlich zum „Bierkönig-Künstler” wurde, kam letztendlich durch Ratjens guten Kontakt zu Peter Brückner, dem Ehemann von Schlagersternchen und „Bierkönig-Star” Mia Julia, zustande.

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„Ich habe erst eine Woche vorher davon erfahren”, erzählt Sommer. „Ich wurde quasi vom Publikum selbst auf die Bühne geholt, ganz einfach, weil mein Song schon vorher so bekannt war.”

„Und weil du einfach ein Kind der Playa bist und hier viele Leute kennst und tolle Kontakte hast”, wirft Robin Ratjen ein. „Wie sehr dich die Leute mögen, haben wir beim Opening gesehen, als so viele verschiedene Trinkvereine gemeinsam vor der Bühne standen und dich und dein Lied gefeiert haben.”

Den Erfolg des Songs kann man aber auch an nackten Zahlen messen. 5,5 Millionen Streams bei Spotify, eine Million bei YouTube, zwischenzeitlich auf Platz 15 der meistgestreamten Hits in Deutschland – ganz nah an Justin Bieber und Co ... Binnen nur einer Woche kletterte „Dicht im Flieger” von Platz 90 auf Platz 40 der Single-Charts. „Es ist so verrückt, dass das Lied, das ja als Ballermann-Hit eigentlich ein Nischensong ist, so eingeschlagen hat”, resümiert Sommer. „Dass wir überhaupt in die Single-Charts eingestiegen sind, ist schon der Wahnsinn”, so Ratjen, der sichtlich zufrieden ist. Denn der Manager weiß: All das wirft ein positives Licht auf seinen Schützling.

Julian Sommer, der während der Hochsaison dank Homeoffice-Regelung von Mallorca aus arbeiten kann und sich übrigens der Unterstützung seiner ganzen Familie erfreut, erklärt, dass das Lied nicht nur bei Playa-Urlaubern ein echter Renner ist.

Positive Rückmeldung habe es auch von Menschen mit Flugangst gegeben, die gerne mal zwei, drei Bier vor dem Start trinken, um die Reise zu überstehen. Sie sitzen genauso „dicht im Flieger” wie gestresste Manager, die in der Business-Class Gin Tonic genießen. Mit der Thematik scheint dem Sänger also das perfekte Rezept geglückt zu sein. Seine Vermarktung übernimmt er übrigens zum Großteil selbst – über soziale Netzwerke wie TikTok oder Instagram.

Der Playa, sagt Sommer übrigens, stehe eine glänzende Zukunft bevor. „Die Menschen sind ausgehungert nach Party. Vielleicht werden sich die Regeln ändern, aber das ist gut so. Man sollte sich hier ordentlich benehmen, genau wie zu Hause. Etwas trinken und mitsingen darf jeder, aber bitte im Rahmen.” Das gilt sicherlich auch im Flieger.