Die „Goodbye-Deutschland”- Auswanderer vor ihrem Iron Diner an der Playa de Palma. | Patricia Lozano

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Am Eingang des Iron Gym in der Calle Torrent sitzt Caro Robens und kontrolliert, ob alles an diesem Montagmorgen gut läuft. Wer trainieren möchte, muss am Drehkreuz an der prominenten Mallorca-Auswanderin vorbei. Es ist heiß und schwül – und für eine nasse Abkühlung im Meer müsste man nur drei Minuten zu Fuß gehen. Auch Andreas Robens ist an dem Tag in der Muckibude vor Ort. In einem Muskel-Shirt, kurzer Hose und Badelatschen gibt er einigen ihren Körper stählenden Gästen Anweisungen, wie man die Hantelbank in die richtige Postion bringt.

Im MM-Selbsttest heißt es an dem Tag: eine Mischung aus Leg-Day und Back-Day. Ein Monatsabonnement in dem Studio kostet 35 Euro, für drei Monate sind 80 Euro fällig. Und tatsächlich lassen die 80 Cardio- und Fitnessgeräte das Sportlerherz höher schlagen. Auch ein Solarium und ein weiterer ruhiger Fitness-Raum mit 18 Maschinen auf der gegenüberliegenden Straßenseite sind im Preis enthalten. Mit Bildern von Jason Statham und „The Rock” auf den installierten TV-Screens und Rockmusik im Hintergrund werden die Fitness-Treibenden an den modernen Foltergeräten auf Trab gehalten. Direkt am Eingang gibt es eine kleine „Hall of Fame”. An der Wand hängen Fotos von berühmten Fitness-Persönlichkeiten und Autogramme von Gewinnern von Bodybuilding-Wettbewerben.

Elf Jahre ist es bereits her, dass Andreas Robens sein Iron Gym eröffnete. Vor der Konkurrenz hat er keine Angst: „Hier kannst du noch Vollgas geben und beim Training herumschreien. In vielen Fitness-Ketten darf man ja nicht einmal mehr schwitzen.”

Das Angebot richtet sich dem Bodybuilder zufolge an jene Sportler, die es ernst meinen: „Bei uns kommen die Leute mindestens vier- bis fünfmal die Woche zum Training und unterstützen sich gegenseitig. Wenn du einen Monat trainierst, wirst du einfach zum Crack.” Doch zugleich gibt der Reality-TV-Star zu, dass es vielen lediglich darum geht, am Strand eine gute Figur abzugeben.

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Seine Frau Caro hatte erst ernsthaft mit dem Training begonnen, als sie Andreas kennenlernte. Über ihr Gym sagt sie: „Vor allem Residenten kommen zu uns ins Training. Der Jüngste ist zwölf und der Älteste 84. Auch Prominente wie David Garrett, die Sängerin Mia Julia oder Anna-Maria Zimmermann und Tim Toupet sind häufiger bei uns zu Gast.” Auch selbst trainieren die beiden TV-Auswanderer fünf bis sechsmal die Woche im Iron Gym. Hinzu kommt ein Cardio-Training, denn das Paar geht häufig mit seinem Hund, einem Ratonero Mallorquin, im Wald laufen.

Andreas Robens hebt seit seiner Jugend regelmässig Gewichte. Auch dem Boxen hat er sich früher verschrieben.

Die Corona-Pandemie hat dem sonst erfolgreichen Fitnessstudio zugesetzt. „Am 14. März 2020 mussten wir für 10 Wochen schließen, und 2021 waren es noch einmal sechs Wochen”, erinnert sich Caro Robens. Danach sei es wieder mit strengen Auflagen weitergegangen.

Ihr zweites Sportstudio, das Esports Fitness 24/7 in Palmas Stadtteil Arxiduc, ist nur wenige Monate nach seiner Eröffnung der Pandemie zum Opfer gefallen. „Es war letztendlich zu viel Arbeit und zu wenig Geld”, konstatiert der Unternehmer Robens.

Ein weiteres Projekt der „Goodbye-Deutschland”-Stars ist das Iron Diner, in dem es gesundes Essen und Protein-Shakes gibt. Andreas Robens, der vor Jahren auf der Insel als Türsteher arbeitete, träumt jedoch von einem Vorhaben.

Seit Jahren kämpft er für den Bau eines „Muscle Beach”. Sein Motto: „Fitness statt Saufen an der Playa.” Nach dem Vorbild der Freiluft-Fitness-Institution im kalifornischen Venice Beach könnten Sportler nach dem Training ins Wasser springen. Für seinen Traum würde er 100.000 Euro in die Hand nehmen. Nur noch der Ort für die 300 Quadratmeter große Anlage fehlt. Sponsoren hat Robens schon gefunden. Und sogar der ehemalige Mr. Universum, Ralf Moeller, hat versprochen, vorbeizukommen.