Forscher sezieren Hornissenbau

Mirador de ses Barques, Mallorca |
Doktorandin María del Mar Leza untersucht das Hornissennest

Doktorandin María del Mar Leza untersucht das Hornissennest.

Foto: Foto: Jaume Morey
Doktorandin María del Mar Leza untersucht das HornissennestFür die wissenschaftliche Untersuchung wurde die Insektenbehausung tiefgefroren

Einen noch unbekannten Fund hat Biologin María del Mar Leza von der Balearen-Universität derzeit auf ihrem Labortisch liegen. Die Doktorandin untersucht das erste Nest der asiatischen Hornisse (Vespa velutina asiática), das bisher auf Mallorca entdeckt wurde. Das Insekt siedelt sich derzeit auf der Insel an.

In 14 Meter Höhe hing das Hornissennest an einer Kiefer am Mirador de Ses Barques bei Sóller. Naturschützer hatte den achteinhalb Kilo schweren Insektenbau Ende Oktober entdeckt und zur Universität gebracht. Die Biologen haben das gesamte Konstrukt eingefroren, um es gefahrlos untersuchen zu können. Sie gehen von 2000 Insekten und 10.000 Larven darin aus.

Biologen warnen vor der Gefahr des Eindringlings. Die asiatische Hornisse könne wirtschaftliche Schäden für Imkereien anrichten sowie negative Auswirkungen auf die Natur haben. Der Nachwuchs der Hornissen ernährt sich unter anderem von der heimischen Insekten wie etwa der Honigbiene. Die ausgewachsenen Hornissen fangen die wehrlosen Bienen im Flug.

Wie die asiatische Hornisse nach Europa gekommen ist, bleibt zu klären. Auf dem spanischen Festland trat sie erstmal 2010 auf. (cls)

Kommentar

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Bahn / Vor über 5 Jahren

Das brummt, als ob ein Zug auf der Meeraner Schiene bei Oberbaumangel fährt.

Thomas / Vor über 5 Jahren

übrigens unsere einheimische Hornisse, die Vespa Crabro, fängt u.A. Bienen auch ich Flug. Bitte verwechselt die Vespa velutina nicht mit der Vespa mandarinia (Asiatische Riesenhornisse) welche ganze Bienenvölker vernichten kann.