Los-Bravos-Bassist Miguel Vicens ist im Alter von 78 Jahren gestorben. | Miquel Àngel Cañellas

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Den Namen Miguel Vicens kennen über die Grenzen Mallorcas hinaus wenige, der Namen seiner legendären Band Los Bravos ging dagegen in die Pop-Geschichte ein, dank ihres Welthits „Black Is Black“ von 1966.

Am gestrigen Samstag nun ist Vicens im Alter im Universitätskrankenhaus Son Espases in Palma gestorben. Er erlag im Alter von 78 Jahren einer Lungenentzündung.

Vicens war Bassist der Los Bravos, die sich erstmals 1965 in der Diskothek Haima in Palmas Vorort Cala Major dem Publikum präsentierten. Neben Vicens waren dies der Gitarrist Antonio Martínez und der Organist Manuel Fernández von der Madrider Gruppe Sonors sowie der deutsche Sänger Michael Kogel, der sich später Mike Kennedy nannte, und der Schlagzeuger Pablo Sanllehi.

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Der Rest ist Geschichte. Mit dem Song „Black is Black“ landeten Los Bravos den internationalen Sommerhit des Jahres 1966, der sich als Millionenseller erwies und zum Evergreen der Pop-Geschichte wurde.

Mit dem Film „Once Upon a Time in Hollywood“ von Quentin Tarantino waren die Los Bravos 2019 erneut in aller Ohren. Denn für den Soundtrack verwendete der Hollywood-Regisseur und anerkannte Kenner guter Musik den Song „Bring a Little Loving“. Der Song war 1968 in den USA der zweitgrößte Erfolg der Los Bravos.

Als Originalmitglieder und Inhaber der Markenrechte der Band hatten daraufhin Vicens und Sanllehi gaben daraufhin vor zwei Jahren im Theater von Santanyí, Vicens‘ Wohnort, zwei Probekonzerte für ein Revival. Um sich herum hatten sie fünf junge Musiker versammelt, die Mallorquiner Sergi Tomás (Schlagzeug), Marc Grimalt (Bass), Joan Prohens (Gitarre) und Jaume Amengual (Keyboarder) sowie den Londoner Sänger Bruce Game. In dieser Formation sollten Los Bravos am 5. März im Trui Teatre in Palma auftreten.