Vernissage mit der Malerin Alexandra Dahmen von Buchholz in der Galería de Arte Minkner am 11. November 2022 in Santa Ponça. | Youtube: Mallorca Magazin TV / as

Und immer wieder war von Singapur die Rede. Dort hatte die gebürtige Münchnerin und Weltbürgerin Alexandra Dahmen von Buchholz zehn Jahre gelebt und sich von der fremdartigen Umgebung inspirieren lassen. Einen Eindruck davon vermittelte zumindest ihre Vernissage, die am Freitagabend in der Galería de Arte Minkner in Santa Ponça stattfand, bei der die Künstlerin rund 50 Teilnehmer persönlich begrüßen konnte.

Das Besondere an der Schau, die dort noch bis 22. Dezember zu sehen ist, sind neben den Gemälden im traditionellen Format auf Leinwand Dahmen von Buchholz’ Stelen, also säulenartige Gebilde, die wie bemalte Skulpturen einen unübersehbaren Blickfang für jeden Raum garantieren. Viele dieser Stelen sind regelrecht "umschwommen" von Fischen, wie goldfarbenen Kois in einem Gartenteich. Voilà, hier bringt die Künstlerin mit ihrer Kunst die Ruhe und Harmonie asiatischer Grünzonen in westliche Wohn- und Arbeitsräume.

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Der Impresario der Ausstellung und Immobilienunternehmer Lutz Minkner appellierte in seiner Begrüßungsrede unter anderem an die Zunft der Architekten, sie sollte in ihre Entwürfe mehr Platz einplanen, etwa in Form von Nischen, Freiflächen oder Podesten, damit diese Freiräume durch adäquate Skulpturen, Stelen oder Installationen entsprechend ausgefüllt und ins rechte Licht gerückt werden könnten, um dadurch das Wohnerlebnis entsprechend zu bereichern und aufzuwerten.

Außer von Singapur und vielen anderen Ländern, in denen sie reiste und lebte, ist Alexandra Dahmen von Buchholz aber auch inspiriert von der mediterranen Welt: Seit zwei Jahren ist sie auf Mallorca zu Hause, hat hier das Leben am und im Meer künstlerisch für sich entdeckt. So sind die Stelen auch hier eine Hommage an die archaisch-antike Tradition der europäischen Vorzeit mit ihren quaderartigen Steinskulpturen, auf denen sich bei Dahmen von Buchholz wiederum Fische und anderes Getier wiederfindet. Ebenso fängt die Malerin in ihren Gemälden die Bewegung der Wogen sowie das Farbspiel des Wassers im glitzernden Sonnenlicht ein.

Dazu integriert die Malerin naturbelassene Objekte und Stoffe in ihre Kunstwerke und nutzt mit reinen Pigmenten gemischte Acrylfarben. Auf diese Weise hat sie im Lauf der Jahre ihren ganz eigenen Stil entwickelt, der aus dem Experimentieren mit der Dreidimensionalität entstand. Die Arbeiten der Künstlerin sind zu Preisen zwischen 3000 und 5000 Euro erwerbbar. Einziger Wermutstropfen: Die dreidimensionalen Stelen sind, trotz aller haptischen Lebendigkeit ihrer "Bewohner" nur für Innenbereiche geeignet. So manche Anwesende hätten die Objekte zu gerne für ihre Gärten im Außenbereich eingesetzt. "Das ist dann wie mit den Gartenmöbeln", sagte ein Teilnehmer, "abends muss man das Kunstwerk eben wieder hereinholen."