Mallorca jagt den Feuerteufel

Waldbrandserie geht auch am Mittwoch weiter: Regierung vermutet Brandstiftung

Die Rauchsäule war weithin zu sehen.

Die Rauchsäule war weithin zu sehen.

Die Rauchsäule war weithin zu sehen.Die Manacor-Landstraße musste am Dienstagnachmittag gesperrt werden.Das Feuer kam der Manacor-Landstraße bedrohlich nahe.

Die Balearen-Regierung geht davon aus, dass die Waldbrandserie der vergangenen Tage auf Brandstiftung zurückzuführen ist. Umweltminister Biel Company bat die Bevölkerung um Mithilfe bei der Suche nach dem Feuerteufel. Am Dienstag und Mittwoch waren an mehreren Stellen Feuer ausgebrochen.

Menschen sind bislang nicht zu Schaden gekommen. Zwischen Sant Jordi und Algaida musste am Dienstag allerdings die Manacor-Landstraße gesperrt werden. Hunderte Autofahrer saßen fest und mussten umgeleitet werden.

Zeitweilig war der Flugverkehr an Palmas Airport beeinträchtigt. Laut der Tageszeitung "Ultima Hora" kam es zu Verspätungen, 17.000 Passagiere seien betroffen gewesen. Ein Teil einer Startbahn musste wegen der Rauchentwicklung gesperrt werden.  

Bereits am Dienstag waren sich die Einsatzkräfte sicher, dass es sich bei den Feuern um absichtlich gelegte Brände handelte. Anders sei eine solche Vielzahl an Feuern in so kurzer Zeit nicht zu erklären. Die Guardia Civil ermittelt.

Laut Medienberichten könnte der Brandstifter sogar Zeitzünder benutzen, um vor Ausbruch des Feuers vom Tatort verschwinden zu können.

Am Dienstag waren unter anderem in Alaró, Bunyola, Llucmajor und Santa Eugenia Feuer gemeldet worden. Am Mittwoch meldete das Umweltministerium erneut vier Brände, einen in Sa Pobla, drei in Llucmajor. Bereits am Montagnachmittag war die Feuerwehr wegen zwei Waldbränden in Calvià ausgerückt.

Obwohl einige Brände rasch wieder gelöscht waren, waren zeitweilig sämtliche verfügbaren Rettungskräfte der Feuerwehr des Umweltministeriums im Einsatz, meldet "Ultima Hora". Unterstützung bekamen sie von ihren Kollegen aus Palma und vom Inselrat.

Bislang sind rund 100 Hektar Wald und Buschland zerstört worden. In Calvià und Son Gual mussten zeitweilig Anwohner ihre Häuser verlassen. (jm)

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