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Lange hat die Gemeinde Capdepera gekämpft, jetzt gibt die Küstenbehörde grünes Licht: Der Sand am Strand von Cala Agulla darf umverteilt werden. "Es ist das erste Mal, dass uns die Behörde diesen Prozess erlaubt", berichtet Bürgermeister Rafel Fernández der spanischen Tageszeitung Ultima Hora.

Schon seit Jahren leidet der Strand von Cala Agulla am Rande des Touristenorts Cala Rajada im Norden von Mallorca unter ständigem Sandverlust. Die heftigen Unwetter Anfang des Jahres hatten die Felsen am Strand größtenteils freigelegt, über die Sommermonate lagerten Wind und Wellen jedoch wieder Sand ab und verbesserten das Erscheinungsbild des Strandes.

Angestrebt wird jetzt eine Umverteilung: Teile des Sandes sollen hinter die vor den Dünen aufgestellten Weidenzäune geschafft werden. Die Barrieren dienen als Sandkornfänger, verhindern, dass Winde das Material fortwehen. "In keinem Fall ist es der Gemeinde erlaubt, Sand von außen zuzuführen oder vom Strand fortzuschaffen. Es ist lediglich die Umverteilung desselben gestattet", betont die Küstenbehörde.

Bevor Capdepera mit den Maßnahmen starten kann, muss zunächst noch die balearische Naturschutzbehörde Xarxa Natura 2000 dem Projekt zustimmen.

Die Zone um Cala Agulla wurde 1991 vom Balearen-Parlament zum Naturschutzgebiet erklärt. Auch der Vogelschutz spielt in der Zone eine wichtige Rolle. Gleichzeitig bevölkern in den Sommermonaten tausende (größtenteils deutsche) Urlauber die große Badebucht. 

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2011 war der Cala Sand von einem Steinbruch zugeführt worden. Es gab Beschwerden, denn das neue Material wies eine andere Farbe auf als der natürliche Sand des Strandes. Auch der neue Sand wurde ins Meer gespült. (somo)