Der Angeklagte und sein Anwalt im Gerichtssaal. | Alejandro Sepúlveda

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In Palma steht ein Briefträger vor Gericht. Ihm wird vorgeworfen in Costa d'en Blanes Briefe nicht ausgetragen, sondern weggeworfen zu haben. Das berichtet die mallorquinische Tageszeitung Ultima Hora.

Die Staatsanwaltschaft fordert zweieinhalb Jahre Haft für den Mann wegen des Verstoßes gegen das Post- und Fernmeldegeheimnis. Die Verteidigung hält eine Haftstrafe für unangemessen.

Der Angeklagte sagte vor Gericht aus, dass er lediglich einmal einen Brief entsorgt habe, weil dieser vom Regen komplett durchnässt war. Eine Anwohnerin zeigte den Mann 2013 an, als sie beobachtet hatte, wie er die Sendungen in den Müll warf. Sie durchsuchte mit einer Nachbarin weitere Abfalleimer und fand dort mehrere Briefe. Der Prozess wird fortgesetzt.

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Der Mann war seit 1996 als Postbote mit Motorrad im Raum Palmanova im Südwesten von Mallorca beschäftigt. 2014 wurde er aufgrund der Vorwürfe entlassen. (cls)