Todesfahrerin fuhr schon vor einem Jahr unter Drogen

Manacor, Mallorca |
Zu dem Unfall war es am Donnerstag bei Capdepera gekommen.

Zu dem Unfall war es am Donnerstag bei Capdepera gekommen.

Foto: UH

Nach dem tragischen Unfall mit neun deutschen Radfahrern bei Capdepera haben die Behörden die Todesfahrerin Anais M. B. festgenommen. Die 28-Jährigen war zunächst unter Auflagen auf freiem Fuß geblieben. Nachdem einer der Radfahrer im Krankenhaus verstarb, wies der Richter sie aber in U-Haft ein. Der Vorwurf lautet nun auf fahrlässige Tötung.

M. B bestreitet indes, am Morgen des vergangenen Donnerstags, als sie auf einer Landstraße die Sportlergruppe überfuhr, unter Drogeneinfluss gefahren zu sein. An diesem Samstag wird sie erneut von einem Haftrichter in Manacor im Osten von Mallorca verhört. Ihr Anwalt sagte, sie sei nervös und besorgt.

Wie die Tageszeitung Ultima Hora am Samstag berichtet, war M. B. bereits in der Vergangenheit wegen Cannabis-Konsums polizeilich bekannt geworden. Auch schreibt Ultima Hora, sei sie 2016 im Rahmen einer Polizeiaktion gegen Drogen verhaftet worden.

Zu dem Unfall war es am Donnerstag bei Capdepera gekommen. M. B. raste in ihrem Porsche Cayenne in die Radgruppe. Bei den Radsportlern handelte es sich um Triathleten, die auf der Insel im Trainingslager waren. Einer von ihnen erlag in der Nacht zu Freitag seinen schweren Verletzungen. (cze)

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gerd / Vor etwa 1 Jahr

Ich bitte doch um etwas mehr Respekt gegenüber uns Residenten.

Walter / Vor etwa 1 Jahr

#Birgit, ich bin kein Freund der Radfahrer, aber was sie hier schildern ist einfach unglaublich. Kennen Sie die Verkehrsregeln nicht? Sie dürfen Fahrradfahrer auch bei Überholverbot und durchgehender Linie überholen, also auf die Gegenspur wechseln - natürlich ohne Gegenverkehr - um den Sicherheitsabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Dumme, unkundige, ängstliche Autofahrer, meistens ältere Residenten, wissen das nicht. Dadurch bilden sich lange Schlangen und manchen hinten platzt der Kragen und sie überholen dann gleich mehrere solche Schleicher. Informieren und nicht einfach hinters Steuer setzen und losfahren. Wir sind in Spanien nicht im Westerwald!

herbst brigitte / Vor etwa 1 Jahr

Liebe Politiker--- Baudezernenten !!! Mallorca ist wunder wundershön ,und meine zweite Heimat. Aber,!!!!auf Mallorca Fahrrad zu fahren, ist Selbstmord. !!!! In Palma Nova Porto-Christo Arenal--bis Paseo Martimo!!!! kann man geschützt"""" Fahradfahren !! Wenn neue Strassen gestaltet werden !! warum nicht auch ein gesicherter Fahrradweg!!!!!! Ich bin 69, suche mir auf Mallorca nur die Ecke aus , wo ich gesichert Fahrrad fahren kann.!!! Unabhängig von den Rasern und leider.. auch den unverschämten Radfahren,die die Strasse für sich in 4er Gruppe blockieren. Ich weis das, habe Geduld, reagiere besonnen, wie auch bei den Motorrad Fahren, die übrigens rücksichtsvoller Fahren.!! Also-- passt alle auf !!!

Birgit / Vor etwa 1 Jahr

Wenn man auf der engen Straße von Porto Christo nach Portocolom fährt und der größte Teil der Strecke Überholverbot ist, dann bildet sich eine kilometerlange Schlange von Autos die hinter den z.T. in Vierergruppen nebeneinander fahrenden Radfahrern herfahren. Ist mir passiert vor einer Woche und das hat mit Geduld nichts mehr zu tun. Man kann sich nur wundern. In Deutschland wäre ein solches Hupkonzert entstanden, daß die Radfahrer von ganz alleine bemerkt hätten daß sie vielleicht mal etwas zusammenrücken könnten. Die Spanier aber - wie ich es eben an diesem besagten Tag feststellte - blieben ruhig und gelassen. Alle Achtung! In Deutschland wäre das gar nicht möglich, da würden die Radfahrer auch bestraft wegen Verkehrsgefährdung.

Berger / Vor etwa 1 Jahr

Jetzt heißt es doch die Fahrerin sitzt noch, Kaution wurde abgelehnt. Hat die Polizei das Smartphone sichergestellt um zu überprüfen, ob sie nicht während des Unfalls gechattet hat? Das käme noch erschwerend hinzu.

Walter / Vor etwa 1 Jahr

#Berger, wo haben Sie denn das gehört mit dem zweiten Toten und das sie schon wieder frei ist? In der spanischen Presse die ich verfolge steht da nichts davon. Ja wie eine Reinigungskraft sieht sie tatsächlich nicht aus, eher wie eine Glücksritterin.

Berger / Vor etwa 1 Jahr

Radsport auf Mallorca bedeutet eine deutlich erhöhte Lebensgefahr zu anderen Destinationen und sollte überdacht werden. Das belegt die deutlich zu hohe Rate von Unfalltoten auf den Balearen, speziell auf Mallorca. Mitverantwortlich ist sicher die zu laxe Haltung der Behörden gegenüber dem Rauschgiftkonsum und dem damit verbundenen Fahren unter Drogeneinfluß. Da muß sich was ändern! Was tut die mallorquinische Polizei dagegen? Um Recherchen des MM-Teams wird gebeten. Auch könnte die Frage geklärt werden, ob die Frau nicht sogar eine Dealerin ist. Einen großen Porsche als Reinigungsfrau fahren wirkt auf mich suspekt, zumal die Frau schon mehrfach in Verbindung mit Drogen aufgefallen sei. Unabhängig davon: Selbst wenn die Frau nicht unter Drogeneinfluß fuhr hat sie den Unfall verschuldet. Wie ich gerade hörte sei ein weiterer Fahrer verstorben, die Unfallfahrerin aber schon wieder auf freiem Fuß.

Hajo Hajo / Vor etwa 1 Jahr

Walter@ es ändert nichts. Die Strassen sind für alle da. Und wer keine Zeit hat sollte mal darüber nachdenken, woran das liegt. Stress macht man sich immer nur selbst, sagen die Verhaltensforscher. Ach ja - woran glauben Sie, erkennt man Autofahrer auf dem Fahrrad? Die können nicht rechts fahren.

Walter / Vor etwa 1 Jahr

#Hajo, ich bin seit dreißig Jahren hier und kann das nicht bestätigen. Wenn die Leute hier um 20 oder 21 Uhr Feierabend haben, gehen sie noch einen Absacker trinken und dann heim. Am Fahrrad sitzen sie am Wochenende, besonders Sonntags morgen und an den Feiertagen auch morgens. Dann lasse ich das Auto schon stehen und bleib lieber daheim, als mich über diese Möchtegern-Indurains zu ärgern. Selbst wenn es so wäre wie sie sagen, der Verkehr hat sich massiv verändert, und auch die Radfahrer wurden mehr. Jetzt kommen sogar Profiradfahrer mit Begleitfahrzeugen aus allen Teilen Europas, die kann man praktisch überhaupt nicht überholen. Dadurch kommt es immer zu gefährlichen Szenen. Es ist einfach Nötigung, wenn man gezwungen wird auf einer Bergstraße mit 15km hinterherzufahren. Vielleicht noch eine Anmerkung, es kann nicht sein, dass die Steuern und Versicherungen bezahlen um zu fahren keine rechte mehr haben, die Radfahrer aber alle Rechte.

Hajo Hajo / Vor etwa 1 Jahr

Walter@ wer Jahre diversen Nachbarländer besuchte hat erfahren, dass vor allem in Süden Radsport der Freizeit- und Nationalsport nach Fussball überhaupt ist. Kaum ist Feierabend, sind sie alle unterwegs. Und dort gibt es kaum Probleme und warum? Weil die dauer gestressten Deutschen Urlauber nicht überall sein können. Meine schlimmsten Gäste in den Lokalen in denen ich einige Zeit arbeitete, ware unsere lieben Landsleute. Die friedlichsten waren Nieder- und Südländer. Die hatten alle Zeit der Welt und genossen die Zeit in Ruhe.