Richterin erhält ihr besetztes Ferienhaus in Andratx zurück

| | Andratx, Mallorca |
Nachdem die Okupas weg waren, konnte die Französin ihr Haus inspizieren.

Nachdem die Okupas weg waren, konnte die Französin ihr Haus inspizieren.

Foto: Michels

Eine französische Richterin im Ruhestand ist erleichtert. Weil die Polizei im Rahmen einer groß angelegten Anti-Drogen-Aktion zwei „Okupas“ festgenommen hat, die ihr Haus besetzt hatten, kann die Frau nun wieder über die Sommerresidenz verfügen.

„Okupas in deinem Haus zu finden, ist etwas Schreckliches. Es ist, als hätte man dich ausgeraubt“, meinte die Französin, die anonym bleiben möchte, gegenüber der Zeitung Ultima Hora.

Am 11. März hatte der Gärtner bei der Besitzerin angerufen und ihr berichtet, dass ungebetene Gäste im Haus seien. Diese Okupas aus einer Immobilie herauszubekommen, ist in Spanien nicht einfach.

„Ich konnte nicht mehr schlafen“, so die Richterin, die alle juristischen Wege beschritten hat, um das Problem zu lösen. Die Richterin räumte ein, dass es in Frankreich auch nicht einfach sei, jemanden aus einer Wohnung zu werfen, hier sei aber alles noch komplizierter. Daher bedankte sie sich am Samstag ausdrücklich bei der Guardia Civil für deren Einsatz.

„Meine Eltern haben das Haus 1963 gekauft. Mein Vater wollte hier seinen Ruhestand verbringen, es war das Haus seines Lebens. Er starb aber mit 55 Jahren.“ In den vergangenen Jahrzehnten habe aber die gesamte Familie der Richterin das Haus genutzt, normalerweise zwei Monate im Sommer und einen im Frühling.

Nachdem das Haus wieder frei war, machte sich die Besitzerin jetzt daran, Schäden festzustellen. Sie berichtet, dass die Okupas viel kaputt gemacht hätten, außerdem seien diverse Sachen verschwunden.

Bei der Anti-Drogen-Aktion wurden neun Beschuldigte festgenommen, die Polizei fand Ultima Hora zufolge unter anderem 1,2 Kilo Kokain, 2,5 Kilo Haschisch und 1,2 Kilo Marihuana.

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Hajo Hajo / Vor 10 Monaten

Mutig, mutig, Dieter. Am besten die "Haussitter" nehmen auch gleich eine Schrotflinte mit. Denn rein körperlich dürften sie weder Besetzern noch Einbrechern etwas entgegen zu setzen haben. Satire AUS.

Alternative = es gibt doch z.B. die Trablisa und andere Sicherheitsdienste, die das in Verbindung mit passender Technik übernehmen könnten. Die Kosten rechnen sich leicht gegen den zu vermeidenden Schaden. Die Männer der Dienste fackeln auch nicht lange das "Nötige" zu tun..

Dieter / Vor 10 Monaten

Ich verfolge seit geraumer Zeit die Berichte über besetzte Ferienwohnungen, bzw. Ferienhäuser. Wäre es nicht sinnvoll in den Zeiten wo diese Objekte nicht bewohnt sind rüstige und vertrauensvolle Rentner als Haussitter einzusetzen? Ich könnte mir vorstellen, dass selbst in größeren Anlagen so etwas funktionieren würde. Man müsste so etwas einmal versuchen. In meinem Bekanntenkreis bin deswegen schon auf große Resonanz gestoßen. Man müsste nur einmal die Regularien aushandeln. dieter-junger@t-online.de