Krankenschwestern wollen keine Sexobjekte mehr sein

| | Palma, Mallorca |
Mit Plakaten wie diesen wehren sich Krankenschwestern gegen sexistische Darstellungen.

Mit Plakaten wie diesen wehren sich Krankenschwestern gegen sexistische Darstellungen.

Foto: Satse / monkeybusinessimages

Neun von zehn Krankenschwestern sind davon überzeugt, dass es immer noch sexistische Stereotype zu ihrem Beruf gibt. Vier von zehn haben Diskriminierung am eigenen Leib erlebt. Dies berichtete Jorge Tera, Sekretär der balearischen Krankenschwesterngewerkschaft Satse, am Dienstag anlässlich der Präsentation eines Handbuchs über die aktuelle Situation in diesem Beruf.

Das Handbuch ist Teil einer Kampagne gegen Stereotype im Job. Immer noch gelte allgemein die Ansicht, dass es sich um einen reinen Frauenberuf handele. Von 6000 Krankenpflegern auf den Balearen seien lediglich 20 Männer. "Viele glauben, dass Krankenschwestern nur niedrige Hilfsarbeiten für Ärzte durchführen würden", erklärte Tera.

Die Gewerkschaft hat Google mit Erfolg dazu aufgefordert, sexistische Einträge zum Thema Krankenschwestern aus Suchmaschineneinträgen zu entfernen. Außerdem will die Organisation erreichen, dass Amazon Produkte mit einer sexistischen Darstellung des Berufs aus dem Handel nehmen.

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Swen / Vor 11 Monaten

Hmhm, das sind aber schöne !

m.sastre / Vor 11 Monaten

Stereotype gibt es übrigens zu jedem Beruf.

m.sastre / Vor 11 Monaten

Eine Krankenschwestergewerkschaft diskriminiert doch selber - und zwar alle Krankenpfleger. So weit ich weiss, besteht hier doch auch Berufsfreiheit. Wenn es also hier (und woanders) mehr Krankenschwestern als -pfleger gibt, dann, weil sich mehr Frauen als Männer für diesen Beruf interessieren. Jeder Frau steht es auch offen, stattdessen Medizin zu studieren, wenn Sie sich dadurch aufgewertet führt.