Alkoholverbot am Strand von Cala Rajada geplant

| | Cala Rajada, Capdepera, Mallorca |
Der Bürgermeister von Capdepera sagt Alkohol und Lärm den Kampf an.

Der Bürgermeister von Capdepera sagt Alkohol und Lärm den Kampf an.

Foto: Julio Bastida

Nach Alkoholexzessen, Schlägereien und Touristen, die teilweise nackt in einem öffentlichen Brunnen badeten, hat Capdepera endgültig genug. Die Gemeindeverwaltung will den Alkoholkonsum am Strand verbieten, wie Bürgermeister Rafel Fernández der MM-Schwesterzeitung Ultima Hora bestätigte. Alkoholische Getränke wären dann nur noch in den Chiringuitos erlaubt. In den Strandbars erwägt er außerdem ein Musikverbot.

Die Polizei sei nach den Urlaubsausfällen seit dieser Woche wieder voll besetzt, erklärte Rafael, so dass sich extreme Vorfälle wie in der jüngsten Vergangenheit nicht wiederholen würden. Vier Beamte kontrollieren zurzeit die Strände. Auch der Springbrunnen in Cala Rajada, an dem sich die Nacktbadeszene abspielte, wird mittlerweile überwacht.

In der vergangenen Woche traf sich Fernández mit Hotelbesitzern, um sie zur Kooperation aufzurufen. Eine Unterkunft habe bereits 15 Gäste auf die Straße gesetzt. Auch mit Bar- und Diskothekbesitzern seien regelmäßige Treffen geplant. (mais)

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Metti / Hace about 1 year

Cala Ratjada ist auf dem Weg, der erste Ballermann zu werden. Infrastrucktur bereitet sich darauf vor. Beim eigendlichen Ballermann möchte man ja aufwerten. Der Sauftourismus verlagert sich halt eben. So wie es aussieht wird es Cala Ratjada werden.

Dirk / Hace about 1 year

Ich kann den Frust der Einheimischen völlig nachvollziehen. Ich selbst kenne einige Leute, die nur wegen der Sauf-Exzesse dort hin fahren. Trotzdem sollten man dort (auf ganz Mallorca) ganz gezielt aussortieren, da zuviele Partygänger die Grenzen in Sachen Alkohol überschreiten.

Tuttifrutti / Hace about 1 year

Und in dem man sich wieder wohl und sicher fühlt

Tuttifrutti / Hace about 1 year

Erst einmal: Vor 25 Jahren war es in Cala Ratjada auch noch schön und erträglich. Warum sich bestimmte Gastronomen über die grölende und saufende Kundschaft freut liegt doch auf der Hand: Macht doch mal für 30,- Euro ein gutes Abendessen mit Filetsteak oder Fisch und vergleicht den Arbeitsaufwand mit ein paar gezapften Bier oder einem Eimer Sangria beziehungsweise einen aus billigen Fusel zusammen geschütteten Cocktail für 10,- Euro. Dann wisst ihr doch wer das bessere Geschäft gemacht hat. Mit dem Lärm, Dreck und Erbrochenen können sich andere rumärgern. Ich bleibe bei meiner Meinung: Wenn das Billigangebot wegfällt bleiben auch die Billigtouristen weg. Es wird zwei bis drei Jahre dauern, aber dann glaube ich an einen wieder aufstrebenden normalen Touristenort in dem alle Geld verdienen können.

Kuddel / Hace about 1 year

Bin am 13.06. aus Cala Ratjada zurückgekehrt und kann die Schildeungen leider bestätigen. Was ich nicht verstehe: weder die häufig anwesende Polizei noch die Gastronomen - in deren Etablissements sich die Partyschrecks ausgetobt haben - haben etwas unternommen, dem Treiben ein Ende zu bereiten. Nach vielen schönen Urlauben in Cala Ratjada war das für mich jetzt leider das letzte mal. Und viele Urlauber mit denen ich gesprochen habe, sehen das ebenso. Wirklich schade.

Rokl / Hace about 1 year

Man sollte kennen über was man schreibt. Ich bin jeden Tag im der Stadt unterwegs, auch auf kleinen Nebenstrassen. Dort kann man die Billigunterkünfte sehen, die für den kleinen Geldbeutel durchaus ihre Berechtigung haben. Aber ich gehe lieber in einen Bettenbunker, denn ich habe in früheren Jahren zweimal in einem Billighotel gewöhnt. Und für mich ist Cala Radjada immer noch liebenswert.

Mike / Hace about 1 year

@Don Malus: Das kleinere Hotels oder Pensionen beim Qualitätstourismus (Preisanstieg) auf der Strecke bleiben kann ich nicht nachvollziehen. Sie gehen steigern ihre Preiserhöhung im gleichen Verhältnis, wie die großen. Es gibt genügend Touristen, die nicht in einem Bettenbunker wohnen wollen. Ein familienbetriebenes Hotel/Hostel könnte sogar Gewinner bei der Aktion werden. Außer den Preisen müssten Sie natürlich auch das Umfeld gestalten, wie Einrichtung, Service, Gesamteindruck usw.

Don Malus / Hace about 1 year

Hallo , Tuttifrutti . Qualitätstourismus rein - Partytourismus raus .Ganz so einfach ist die Sache aber nicht , schon gar nicht für einen Bürgermeister . Einigen wenigen Luxushoteliers kommt solche Konvertierung sicher gut hin , der Masse der kleineren Gastbetriebe aber sicher nicht . Die verlieren Kundschaft . Dann müssen sie Angestellte "freisetzen" und in deren Familien wird Not angesagt sein . Genau aus dieser Ebene kommen aber die meisten Stimmen für die nächsten Wahlen ! Meine persönliche Meinung : Da da bereitet jemand mit simpelem Populismus seine Karriere vor . Für den Spagat , den er da angekündigt hat , stehen in Cala Ratata aber die Stühle zu weit auseinander .

Bert Seifert / Hace about 1 year

@ Tuttifrutti, ich sehe das genauso. Ich würde gern auch mal an die Cala Ratjada, weiche aber aufgrund der Zustände dort in andere Gebiete aus, auch wenn das Preisniveau höher ist.

Tuttifrutti / Hace about 1 year

@Don Malus, da muss ich Ihnen aber mal kräftig widersprechen, an Qualitätstourismus ist noch kein Ort vor die Hunde gegangen. Man muss es nur konsequent wollen. Hotelpreise rauf.....dann ist gleich auch der Hotelier zufrieden. Und wenn sich dann die örtliche Gastronomie noch ein wenig entwickelt kann aus CR auch wieder ein ganz normaler Ferienort mit Familien und Kindern werden. Im Moment gibt es doch nur wenige Profiteure von diesem Sauftourismus ( Beispiel Bierbrunnen ). Die seriöseren Läden wie Pasta-Pasta, Noahs, Euforia laufen auch im Winter ohne diese wild um sich pinkelden und grölenden Jugendlichen die sich hier der Obhut und Aufsicht von Mama und Papa entziehen und meinen, alles was sie an Benimmregeln gelernt haben hier mal unter Alkoholeinfluss über Bord werfen zu dürfen.