Großeinsatz gegen Raupenplage auf Mallorca

| | Inca, Mallorca |
Befallener Baumbestand durch Schwammspinnerraupen zwischen Esporles und Valdemossa.

Befallener Baumbestand durch Schwammspinnerraupen zwischen Esporles und Valdemossa.

Foto: Ultima Hora

Das Landwirtschaftsministerium hat den Befall der Schwammspinnerraupe auf Mallorca nun offiziell zur Plage erklärt und will dagegen vorgehen.

Besonders die Inselmitte ist 2018 besonders betroffen. In den Gebieten um Llubi, Costitx, Lloret, Inca, Sineu und Muro wurden bereits 1000 Pheromon-Fallen aufgestellt. Rund 2000 Hektar seien bereits befallen. Nachdem lange nicht klar war, ob die Raupenart unter Naturschutz steht, werde das zuständige Ministerium nun großflächig gegen den Schädling vorgehen. Über nicht bewohnten Gebieten werde einer Sprecherin zufolge biologisches Gift aus einem Hubschrauber heraus verteilt.

Im Mai und Juni schlüpfen die Raupen aus den Eiern. Die Schmetterlinge leben zwar nur wenige Tage, können in dieser Zeit aber bis zu 1500 Eier legen, aus denen im nächsten Frühling die Raupen schlüpfen. Die Raupe ist besonders schädlich für Eichen, deren Struktur dadurch stark geschwächt wird. Für Menschen ist die Raupenart ungefährlich.

Seit 2008 kommt die Schwammspinnerraupe auch auf Mallorcas Nachbarinsel Menorca vor. Alle zehn bis zwölf Jahre kommt es zu einer Epidemie, die bis zu fünf Jahre anhalten kann. (dise)

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