Neue Details im Fall des toten deutschen Paars

| Llucmajor, Mallorca |
Ein Nachbar und Journalisten am Ort der Leichenfunde.

Ein Nachbar und Journalisten am Ort der Leichenfunde.

Foto: Ultima Hora

Im Fall der in der zu Llucmajor gehörenden Siedlung Las Palmeras im Süden von Mallorca tot aufgefundenen beiden Deutschen sind neue Details bekannt geworden. Die 59-jährige Frau lag nach Informationen der MM-Schwesterzeitung Ultima Hora auf einer Heizdecke. Auf ihrem bereits stark verwesten Körper war eine Blume platziert. Die Ermittler vermuten, ihr deutscher Partner habe diese dort abgelegt, bevor er sich aufhängte. Die Heizung des Hauses war voll aufgedreht.

Die Frau stammte weiteren Angaben von Ultima Hora zufolge aus Hindelang in Bayern und war bereits fünf bis sechs Tage tot, als die Polizisten sie fanden. Mit ihrem Partner, einem Unternehmer, war sie anderthalb Jahre zusammen gewesen. In dem Anwesen in Las Palmeras gab die Frau Reiki- und Meditations-Kurse.

Warum es zu dem Drama kam, ist weiterhin unklar. Die Polizei schließt häusliche Gewalt als Ursache nicht aus, untersucht aber auch, ob die Frau eines natürlichen Todes starb. Erstickt wurde sie jedenfalls nicht. Ob Gift im Spiel war, müssen Untersuchungen klären. Auch ein abgesprochener Doppelsuizid wird in Erwägung gezogen.

Für Aufhorchen bei den Ermittlern sorgte, dass die Frau gegenüber Freundinnen wohl geäußert hatte, dass die Beziehung zu dem Mann problematisch gewesen sei. Er habe ihr unter anderem Kreditkarten sperren lassen. In den sozialen Netzwerken war die Frau laut Ultima Hora zuletzt am Dienstag der vergangenen Woche um 17.23 Uhr aktiv.

Ein Nachbar äußerte, dass er öfters Streitereien gehört habe. Doch danach hätte sich das Paar in der Regel wieder verstanden. Der Mann sei oft auf Reisen gewesen. Eine Bekannte des Paars beschrieb die Frau als angenehm.

Die Deutschen waren in dem Haus am Montagabend leblos aufgefunden worden.

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