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In Palmas Problemviertel "Corea" nahe dem Zentrum der Stadt ist es am Dienstag dunkel geblieben. Nachdem die Stadtverwaltung illegale Anschlüsse festgestellt hatte, wurden Techniker in eines der Gebäude geschickt, um die Leitungen zu kappen. Aufgrund eines Wasserlecks mussten zudem fünf Familien ihre Wohnungen verlassen.

Mehrfache versuchte Räumungen des Viertels in Palmas Stadtteil Camp Redó im Norden sind bisher erfolglos geblieben. Viele Bewohner bleiben wegen der günstigen Mieten (teils um 250 Euro) im sonst recht teuren modernen Umfeld, das sich seit Jahren verändert. Leer stehende Wohnungen als Alternative kann die Stadtverwaltung nicht bieten.

Bereits im Dezember des vergangenen Jahres wurde die Wasserversorgung in "Corea" unterbunden. Als Reaktion haben die in den Blöcken lebenden Menschen mit Karaffen an Palmas Rathausplatz vor Regierungsvertretern für einen Wiederanschluss demonstriert. Mit Erfolg. Die Stadt Palma hat nun mit einer richterlichen Räumungsanordnung gedroht.

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Die 22 fast identisch aussehenden weißen Wohnblocks wurden in den 1950er Jahren für Arbeiter errichtet. Sanierungen der heruntergekommenen Gebäude bleiben trotz Subvention durch einen EU-Fond seit Jahren aus. Unter anderem seien laut Baudezernat eine Grünfläche und ein Jugendtreff geplant.