Tote von Las Palmeras: Frau wurde womöglich betäubt

| Llucmajor, Mallorca |
Die beiden verstorbenen Deutschen werden nach dem Fund in ihrem Haus in Las Palmeras gerichtsmedizinisch untersucht.

Die beiden verstorbenen Deutschen werden nach dem Fund in ihrem Haus in Las Palmeras gerichtsmedizinisch untersucht.

Foto: Vasil Vasilev

Das Netz an Informationen im Todesfall der beiden Deutschen in Las Palmeras verdichtet sich. Da im Haus des Paares mehrere Kisten mit Medikamenten entdeckt wurden, verfolgt die mallorquinische Polizei nun die These, dass der 53-jährige Lebensgefährte der Toten die Frau betäubt und dann auf der eingeschalteten Heizdecke platziert haben könnte, bevor er sich selbst mit einem Seil erhängte.

Da sich neben dem Bett, auf dem die stark verweste Leiche der 59-jährigen Frau aus Bayern am vergangenen Montag in ihrem Haus in der Gemeinde Llucmajor entdeckt wurde, kein Gefäß mit Medikamenten befand, geht die Polizei nicht von einem Suizid aus.

Ausgeschlossen werden kann allerdings auch nicht, dass die 59-Jährige, die bei Auffinden eine Blume auf ihrem Körper trug, eines natürlichen Todes gestorben ist und sich der Geschäftsmann aus Niedersachsen nach dem Auffinden ihrer Leiche das Leben nahm. Bisher gibt es keine Hinweise auf eine bestehende Erkrankung der Frau.

Nach Bekanntwerden des Todesfalls am Montagabend gingen Ermittler zunächst davon aus, dass die Frau erstickt wurde. Dieser Verdacht wurde nicht bestätigt. Auch häusliche Gewalt oder ein abgesprochener Doppelsuizid wurden in Erwägung gezogen. Gegenüber Freundinnen soll die spirituelle Trainerin geäußert haben, dass die Beziehung zu dem Mann problematisch gewesen sei.

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