Polizei mahnt Lokale wegen Verstoß gegen neue Regeln ab

| | Palma, Mallorca |
Die Beamten kontrollierten 345 Betriebe.

Die Beamten kontrollierten 345 Betriebe.

Foto: Polizei

Die Lokalpolizei von Palma hat insgesamt 60 Verstöße von Lokalen gegen die neuen Alkoholregeln der Stadt festgestellt. Das teilte die Polizei der Hauptstadt von Mallorca am Freitag mit.

Innerhalb von zwei Wochen kontrollierten die Beamten 245 Betriebe, die sich in den neu festgelegten Zonen von besonderem touristischen Interesse – darunter auch die Playa de Palma – befinden. Dort dürfen seit April die Wirte unter anderem keinen Alkohol mehr bewerben und müssen dafür sorgen, dass ihre Gäste nicht mit Speisen und Getränken auf die Straße gehen.

Die Polizisten stellen fest, dass 45 Lokale weiterhin Werbung für Alkohol machten, zehn Einrichtungen informierten die Gäste nicht per Aushang über das neue Regelwerk, zwei Betriebe hatten keine Absperrung ihrer Biergärten errichtet und ein Nachtclub bewarb sexuelle Dienstleistungen.

In der Schinkenstraße hatten zwei von zehn Betrieben ihren Biergarten nicht abgegrenzt, wie es die neue Stadtverdordnung seit April vorschreibt. Zehn Lokale haben per Aushang nicht darüber informiert, dass die Nachtruhe der Anwohner von den Gästen zu respektieren ist.

Die Bußgelder bei Verstößen können bis zu 3000 Euro betragen. Die Polizeikontrollen werden den ganzen Sommer über fortgeführt.(cls)

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Hajo Hajo / Vor etwa 1 Jahr

Verhaltensregel begrenzen das ausufernden Verhalten rücksichtsloser Mitmenschen, die weder ihre Grenzen noch die des Anderen kennen wollen. Merke = Ihre Demokratie endet immer dort, wo die des Nächsten beginnt. Wer sich nicht daran hält, kassiert die Reaktion. Die kann sowohl direkt wie auch behördlich erfolgen. Geschäftsinhabenr können auch jederzeit von ihrem Hausrecht Gebrauch machen und Schädiger des Hauses verweisen und für Schäden in Regress nehmen lassen.

Majorcus / Vor etwa 1 Jahr

@ Hajo Hajo: "Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit des Anderen beginnt" (Kant) Auf welcher (gerichtsfesten) Anspruchsgrundlage wollen Sie resp. die juristisch unqualifizierten Administrationsjünger in Palma Menschen vorschreiben, wann und wo sie essen und trinken. Das erinnert doch sehr an die schönen Interviews mit alten weißen Männern Ende der 1960er Jahren bezüglich der "Jugend & Studenten". Diese Zeit ist lange vorbei! Es lebe die Freiheit! Die Benimmregeln fallen doch schon vor der niedrigsten Gerichtsinstanz in sich zusammen wie ein Kartenhaus. Natürlich hat jeder Geschäftsinhaber das Recht, den Zutritt, wem auch immer, zu verwehren. Und natürlich geht es nur um Profit, um es älteren Kunden wie Ihnen recht zu mache; auf Kinderstube habe Sie keinen Rechtsanspruch! Gesetzte und Normen sind einzuhalten - individuelle Verhaltensvorstellungen sind Privatsache - außer in totalitären Diktaturen wie Nord-Korea, Franco ... Vielleicht wäre es doch ganz gut, wenn in der EU ein Höchstwahlalter eingehührt würde ...

Hajo Hajo / Vor etwa 1 Jahr

Ich finde das gut, vor allem in Palma. Denn da laufen Leute mit Eis oder Döner in der Hand z.B in die Geschäfte und sauen alles voll. Halbnackig sind sie auch noch. Wieso sie das im Urlaub machen, aber nicht daheim, versteht keiner.

Marjorcus@ hier gehts nicht um Profit, sondern mangelnde Kinderstube. Und durch solche Verbote kann man die Auswirkungen der Verhaltensmängel begrenzen, denn Ermahnungen haben bisher nicht gefruchtet.

wala / Vor etwa 1 Jahr

Ich vergaß: Sofort weg mit den "Osborne-Stier" ;-)

wala / Vor etwa 1 Jahr

"Die Polizisten stellen fest, dass 45 Lokale weiterhin Werbung für Alkohol machten,..."

Also auch keine Hinweise, was für ein Bier hier ausgeschenkt wird?

Majorcus / Vor etwa 1 Jahr

Wer hat hier in wessen Interesse derartige Regeln aufgestellt? Erinnert das eher an einen demokratischen Prozess oder eine lobby-getriebene Pseudokratie oder eher doch an gute alte Mafia-Allianzen? Es sind europäische Bürger, die durch ihren Besuch, ihre Wünsche und ihr Geld diesen Teil der Insel am Leben erhalten! Warum werden die Interessen dieser europäischen Bürger nicht berücksichtigt, sondern nur die Interessen weniger Geldgieriger vertreten?