Algen-Alarm am Strand von Es Trenc

| Es Trenc, Mallorca |
Ungewohntes Bild am Traumstrand Es Trenc: Statt weißem karibikartigen Sand muss man derzeit über eine ungewöhnliche Menge Algen steigen, um ins Meer zu kommen.

Ungewohntes Bild am Traumstrand Es Trenc: Statt weißem karibikartigen Sand muss man derzeit über eine ungewöhnliche Menge Algen steigen, um ins Meer zu kommen.

Foto: J.Socies

Touristen auf Mallorca sehen dieser Tage ein anderes Bild als das, was sie vom Traumstrand Es Trenc mit seinem klaren türkisfarbenen Wasser und dem kilometerweiten weißen Strand, der an Karibik erinnert, kennen.

Eine große Menge angespülter Algen trübt das Bild, das einige veranlasst, die Bucht bei Ses Covetes im Inselsüdosten zu meiden. Chiringuito-Betreiber sollen laut der spanischen MM-Schwesterzeitung Ultima Hora bereits das balearische Umweltministerium verständigt haben, weil sie einen Besucherschwund befürchten. Dieses wiederum verwies darauf, dass das angespülte Material höchstwahrscheinlich vom Seegras Posidonia stamme, seinen natürlichen Zweck erfülle und deshalb nicht beseitigt werden könne.

Weil in der Vergangenheit zahlreiche Yachten unerlaubt auf Seegras ankerten und diese dabei zerstörten, wiesen Experten vermehrt darauf hin, dass es auch die Küsten vor Erosion schützt und dazu beiträgt, dass die Strände nicht abgetragen werden. Die Unterscheidung zwischen Seegras und Algen sei oft selbst für Experten schwierig.

Eine Befragung unter anwesenden Badegästen zeigt, dass sich die meisten nicht an dem angespülten Material stören. Einheimische aus Sa Ràpita hingegen äußerten, diese Menge noch nie zuvor gesehen zu haben, obwohl sie den Strand seit den 1908er Jahren regelmäßig besuchten.

Erst vor zwei Wochen waren an Bunkern, die dort im Sand stehen, tourismusfeindliche Sprüche geschmiert worden. Zu lesen war unter anderem "Tourist, posidonia is better than you" (deutsch: "Tourist, Seegras ist wertvoller als Du").

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Bernd / Hace 4 months

Man sollte der Ökologie eine hohe Bedeutung zumessen. Aber ihr auch nicht alles unterordnen. Ein Traumstrand und Sehnsuchtsort Tausender Urlauber wegen abgestorbener Seepflanzen zumüllen und vermodern zu lassen grenzt an Idiotie, falschen Naturverständnis und Borniertheit. Weg mit dem Blättermüll, wir lassen im Herbst doch auch unsere Städte nicht in Blätterbergen versinken.

Majorcus / Hace 4 months

@Jürgen T. Siegloch: man könnte daraus lernen: die Natur braucht uns nicht - wir brauchen die Natur ...

Jürgen T. Siegloch / Hace 4 months

Das Wasser ist eine schwarze Brühe und es stinkt erbärmliches. Alles sehr ekelhaft und für Kleinkinder unzumutbar . Ein Restaurantbesitzer berichtete von 50% Umsatz Einbußen.

rokl / Hace 4 months

Als auf IBIZA ein Sturm den Strand Massen von Seegras auf den Strand spülte hat man innerhalb 14 Tagen die Strände wieder badetauglich gemacht. Seegras ist an sich nicht gefährlich, aber das Zeug was sich darunter verbergen kann! Bei all den üblen Nachrichten aus Mallorca bin ich froh, meinen Urlaub auf die Canaren verlegt zu haben. .

Majorcus / Hace 4 months

Es Trenc verzeichnet Besucherschwund durch "mehr Natur" ...