Hai-Schocker von Mallorca-Drehbuchschreiber läuft an

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Plakat des neuen Films.

Plakat des neuen Films.

Foto: Produktionsfirma

Immer wenn die Kreatur mit dem teuflisch fiesen Maul auftauchte, brannte sich der Vorgang aufs Neue ins Gehirn des Schreibers dieser Zeilen ein. Als im Jahr 1975 als einer der ersten Blockbuster „Der Weiße Hai” des Kult-Regisseurs Steven Spielberg mit dem permanent verantwortungsbewusst dreinblickenden Polizisten-Darsteller Roy Scheider die Menschen in den Kinos zittern ließ, dachte der damals junge Verfasser, der den Streifen trotz des Verbots für unter 16-Jährige verschlingen hatte dürfen, dass er nie wieder ins Meer gehen würde.

Er begab sich dennoch weiter ins Wasser, erst recht nach den Folgefilmen von 1978, 1983 und 1987, die die Gähnmuskeln im Sekundenrythmus aktivierten und das Monster-Fieber einschlafen ließen. Jetzt, da am Freitag nach langer Zeit ein zeitgemäß peppiger, aber an das Original erinnernder neuer Hai-Thriller in Spaniens Kinos kommt, ist der Appetit des älter gewordenen Schreibers auf den Anblick scharfer Zähne wieder groß. Was nicht ganz verwundert, denn ein Mallorquiner, nämlich Ernest Riera, zeichnet als Drehbuchschreiber des fast gänzlich unter Wasser gedrehten Streifens verantwortlich: Nach „47 Meters Down” von 2017 mit immerhin 60 Millionen Euro Einnahmen läuft „47 Meters Down: Uncaged” an, und die Besetzung in dem Schocker von Johannes Roberts kann sich sehen lassen. Niemand Geringeres als eine Tochter des großen Hollywood-Mimen Sylvester Stallone („Rocky”, „Rambo”), Sistine, gibt samt anderen Darstellerinnen ein knackfrisches Bikini-Girl, dem ein hungriges Ungeheuer im türkisblauen Meer vor Mexiko unweit von Unterwasserruinen das Fürchten lehrt.

In einem Interview mit der MM-Schwesterzeitung „Ultima Hora” bekannte Drehbuchschreiber Riera offen, dem Filmstart aufgeregt wie einem Gebärvorgang entgegenzusehen. Er werde von „brutalen” Schwingungen durchzuckt, wenn er „in einem kleinen Sessel” sitzend die Darsteller, die er sich selbst ausgedacht hatte, das sagen hört, was er ihnen in den Mund legte, so der Film-Profi. Riera verspricht Gänsehautmomente sondergleichen: „Wir behalten das klaustrophobische Gefühl des ersten Teils bei.” Der spielte vor allem in schwer zugänglichen Unterwasserhöhlen.

Weil man jetzt über ein größeres Budget verfügte, habe man sich erlaubt, in Edelstudios wie Pinewood in Großbritannien zu drehen und in der Dominikanischen Republik loszulegen, so der freudig erregte Drehbuchschreiber. Wie schön, dass Hai-Mäuler auch unweit kokosschwangerer Palmen richtig teuflisch grinsen können!

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