Beißender Gestank zieht bis nach Santa Ponça

| Calviá, Mallorca |
Wegen einer Kompostieranlage stinkt es an der Costa de la Calma.

Wegen einer Kompostieranlage stinkt es an der Costa de la Calma.

Foto: Pedro Aguiló Mora

Eine Kompostieranlage sorgt seit Jahren für unangenehme Gerüche an der Costa de la Calma im Südwesten Mallorcas. Jetzt reicht es den Anwohnern. Erst im September 2018 hatte der Inselrat bekannt gegeben, die Klärschlammverwertung zu verlagern, das ist allerdings nicht passiert.

Das Versprechen scheint nicht eingehalten worden zu sein, glaubt man den Hunderten Anwohnern, durch deren Türen und Fenster seit Tagen erneut ein Gestank drängt. Eigentlich sollte ein Großteil der Klärschlamm-Beseitigung schon im April von Calvià nach Palma verlegt werden.

Je nach Umgebungstemperatur und Windrichtung erreicht der Gestank nun allerdings sogar das etwa sechs Kilometer entfernte Santa Ponça.

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Hajo Hajo / Vor 27 Tage

Kompostwurm@ Lesen Sie mal = Bioabfälle | Umweltbundesamt

https://www.umweltbundesamt.de › daten › ressourcen-abfall › bioabfaelle.....06.03.2019 - In den Vergärungsanlagen wurden 626 Mio. m³ Biogas erzeugt. ... hauptsächlich Bio- und Grünabfälle aus Haushalten, der kommunalen Grünpflege und aus dem .... Ein Bagger schiebt den Müll der Abfalldeponie zusammen

Hajo Hajo / Vor 27 Tage

Ggoglen sie mal nach "Bilder Kompostoeranlagen", dann sehen, Sie dass der Aufwand ganz andere Größenordnungen hat, der in DE von den Betrieben zu leisten ist. Da sind rieisige Hallen in Betrieb und ausserdem Speizialmaschinen, die die Kompostmieten ständig umwälzen und somit die Bildung von Methan verhindern. Das sind Flächen so groß wie Fußballfelder. Der finanzielle Aufwand ist gewaltig.

Ich denke der Govern kann sich weder den praktischen noch finanziellen Aufwand lesiten. ubkeannt ist auch ob sich jemadn in DE, CH, Ö etc. umgesehen und sich beraten hat lassen. Vor allem wie der Betrieb bei den hier herrschenden heißen Temperaturen noch emmissionsfrei betrieben werden kann.

Hier wäre es am besten, denn Bioabfall schon wegen der hohen Ausstentemperaturen und dem Ungezieferbefall so schnell wie möglich ins Heizkraftwerk zu fahren und damit 2 Fliegen mit einer Klappe zu schlagen.

Schlachtabfälle wandern DE überigens in die sogen. Tierkörperverwertung. Keine Ahnung ob es eine auf der Insel gibt?

Rafa M / Vor 28 Tage

@ Peter: Komm zu uns in den superschönen Norden! Hier ist die Welt noch in Ordnung. Kein Gegröhle, schöne Natur, Traumstrände wie man sie nur bei uns findet!!!!!! Was willst du in Santa Ponca um Gottes Willen.......?!

Kompostwurm / Vor 28 Tage

Der erwähnte "geschlossene Fermentierungsreaktor" wäre DIE Entsorgungsmethode , wenn nur die darin arbeitenden Bakterien und Hefen nicht derart lahmarschig und schnell beleidigt wären . Das führt dazu , dass die derzeit erzielbare Raum/Zeitausbeute eines solchen Reaktors keinen wirtschaftlichen Betrieb zulässt und nur von akademischem Interesse ist . Gelänge es , mittels genmanipulierter Organismen die Arbeitesgeschwingigkeit eines Fermentationsreaktors drastisch zu erhöhen , wäre das Problem der Verwertung - auch von Schlachtabfällen (!) - elegant gelöst . Dann stellt sich aber sofort die Frage , was solche genmanipulierten Organismen bei einer Freisetzung an Umweltschäden anrichten könnten . Es ist Alles nicht so einfach ..........

Majorcus / Vor 28 Tage

@HajoHajo: "Deren Umsetzung kann sich auf der Insel aber keiner leisten" - ob dann die "arme" Insel nicht unter passenden politischen Rahmenbedingungen (z.B. Einspeisevergütung) ausländische Investoren finden kann, wenn sich das Invest lohnt ... ? Die möglichkeiten sind gegeben - und der Wille?

Hajo Hajo / Vor 29 Tage

Was also mit diesen Abfällen auf der Insel passiert, ist leider nicht bekannt = Gastronomiebetriebe (Restaurants, Gasthöfe, Hotels, Catering), Eventveranstalter, Großküchen und Betriebskantinen, Pflegeheime und Krankenhauskantinen, Schulen, Internate etc.

Auch was mit Schachtabfällen passiert, ist nicht bekannt. Dennn diese dürfen in gar keinem Falle in die Kompostierung.

So muss das sein = Im Rahmen des sofortigen Recyclings der Abfälle in einer Biogasanlage wird aus den Küchen- und Speiseabfällen Energie - in Form von Strom oder Wärme - gewonnen. z.B. in der Schweiz.

Hajo Hajo / Vor 29 Tage

Was als der Umwelt dienende Methode propagiert wurde, entpuppt sich auch erneut in Wahrheit als das Gegenteil. Was da stinkt, sind Faulgase die man früher zu Leuchtgas verwandelte. METHAN heißt der Klimakiller Nummer 1.

Ich habe schon früher auf die fatalen Probleme der Kompostierung hingewiesne, was keiner richtig Ernst genommen hat. Es gibt zwei Arten der Kompostierung. Aerobe und anaerobe Methode.

Dazu folgendes Zitat =

## Aerobe Kompostierung

Aerobe Kompostierung bezeichnet die Umsetzung und Belüftung von Komposthaufen/-mieten mit "dafür vorgesehenen Maschinen" oder manuell. Durch die ständige Belüftung wird dem System Sauerstoff hinzugefügt und damit die Bildung des starken Treibhausgases Methan (CH4) verhindert (Methan ist ca. 20 - 30 mal so schädlich wie CO2).

## Energiegewinnung aus organischen Abfällen

Im Zuge der Verteuerung der fossilen Energien gibt es zunehmend Entwicklungen, die es möglich machen, organische Abfälle energetisch zu nutzen. Die meisten Anlagen nutzen "geschlossene Fermentierreaktoren", die das Methan CH4 auffangen und filtern. Das erzeugte Gas kann dann auf viele Arten genutzt werden. Das Anwendungsspektrum geht hierbei vom Autogas bis zur Kraft-Wärme-Kopplung.## Zitat Ende, Quelle Chemie.de.

Fazit = In DE wird vor allem die Aerobe Methode angewendet weil dort auch die Vorschriften dazu zwingen. Deren Umsetzung kann sich auf der Insel aber keiner leisten. Also ist es besser die thermische Verwertung anzuwenden.

Peter / Vor 29 Tage

Wir wollten im September nach Santa Ponsa, das hat sich.jetzt erledigt.