Mutmaßlicher Ausbeuter lobt sich vor Gericht selbst

| |
Der Angeklagte vor Gericht in Palma.

Der Angeklagte vor Gericht in Palma.

Foto: Ultima Hora

Ein wegen der mutmaßlichen Ausbeutung von zwei Arbeitern auf seiner Finca angeklagter Mann hat sich vor Gericht als Menschenfreund dargestellt. Er habe den beiden Marokkanern Unterkunft und Essen gegeben, äußerte der 63-jährige Spanier, der in Portitxol arbeitet und bei Sineu ein Anwesen sein Eigen nennt.

Ein mit dem Fall beschäftigter Nationalpolizist sagte, dass die Männer dort unter menschenunwürdigen Bedingungen ohne Strom gehaust hätten. Wasser hätten sie aus einem Brunnen geholt und zehn Stunden pro Tag für sehr wenig Geld gearbeitet.

Die mutmaßlichen Ausbeutungsopfer sagten, dass der Finca-Besitzer sie sogar gezwungen habe, dort zu wohnen. Die Staatsanwaltschaft fordert vier Jahre Haft für ihn und Entschädigungen in Höhe von 4100 und 3100 Euro. (it)

Kommentar

Nutzungsbedingungen

Rechtlicher Hinweis

» Der Inhalt der Kommentare spiegelt die Meinung der Nutzer wider, nicht die von mallorcamagazin.com

» Es ist nicht erlaubt, Kommentare abzuschicken, die gegen das Gesetz verstoßen oder unangebrachte, beleidigende oder ehrverletzende Inhalte haben.

» mallorcamagazin.com behält es sich vor, unangemessene Kommentare zu löschen.

* Pflichtfelder

Majorcus / Vor 8 Monaten

@petkett: Wenn Sie wissen würden, dass in D seit 1955 Gastarbeiter die Lösung zur Fortsetzung des deutschen Wirtschaftswunders waren und den Arbeitsmarkt in Marokko kennen würden, dann würden Sie nicht derart falsche Aussagen schreiben. Wer lehrt Ihre Mülltonnen? Wer arbeitet in den Küchen der Restaurants, in denen Sie essen? Wer putzt im nächsten Altenheim?

petkett / Vor 8 Monaten

Ich sage immer wieder, bleibe im Lande und ernähre dich redlich. Fazit, ab nach Marokko und dort gut einen bezahlten Job annehmen. Dort gibt es wenigstens keine Ausbeutung, sondern nur ehrliche Arbeit für ehrliche Menschen.