Coronavirus: Einbruch bei Reisebuchungen

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Die Kreuzfahrtbuchungen gegen Null.

Die Kreuzfahrtbuchungen gehen gegen Null.

Foto: Archiv

Die Panik vor dem Coronavirus geht um: Seit zehn Tagen verzeichnen die Reisebüros auf den Balearen bei Auslandsreisen einen Buchungseinbruch von 50 Prozent. Dies gab Francesc Mulet, Präsident des Reisebüroverbands Aviba, bekannt.

"Die Buchungszahl ist minimal und in den vergangenen Tagen auf Null gesunken", so Mulet. Die Kunden seien beunruhigt. Alles hänge davon ab, wie sich die Situation mittel- und langfristig weiterentwickle, so Mulet.

Auch Studienreisen und Schüleraustauschprogramme sind vom Ausbruch des Coronavirus in Norditalien betroffen. "In den vergangenen Stunden ist die Anzahl der Anfragen von Lehrern sprunghaft gestiegen", sagte Mulet am Montag. Zu diesem Zeitpunkt wusste er noch nicht, dass die italienische Regierung alle Austauschprogramme für die Dauer von zwei Monaten kurzfristig auf Eis gelegt hatte.

Die spanische Luftfahrtbehörde Aena, die für 47 Flughäfen in Spanien verantwortlich ist, wartet zurzeit auf Vorgaben aus dem Gesundheitsministerium in Madrid. "Was Kontrollmaßnahmen angeht, stehen wir in direktem Kontakt mit den Behörden", hieß es am Montag von Seiten des Airports in Palma.

Man werde Präventions- und Kontrollmaßnahmen an die aktuelle Situation in den EU-Ländern anpassen, hieß es aus Ministeriumskreisen. Anlass zur Sorge gebe allerdings die Tatsache, dass alle Kreuzfahrtschiffe, die in Barcelona und Palma anlegen, aus italienischen Häfen kommen.

Coronavirus auf Kreuzfahrtschiffen:

Vor knapp einem Monat lag die "Costa Smeralda" nach einem Aufenthalt in Palma mit 6000 Passagieren an Bord im italienischen Hafen von Civitavecchia in Quarantäne, weil der Verdacht bestand, dass sich eine chinesische Urlauberin mit dem Coronavirus infiziert hatte.

Mitte Februar irrte die "Westerdam", ein Kreuzfahrtschiff aus Hongkong, tagelang durch asiatische Gewässer, bevor Kambodscha eine Anlegeerlaubnis erteilte.

Ebenfalls im Februar lagen tausende Passagiere und Besatzungsmitglieder der "Princess Diamond" wochenlang im japanischen Hafen Yokohama bei Tokio in Quarantäne. Fast 700 Passagiere hatten sich mit dem Virus infiziert, drei Menschen starben. (mais)

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