Die Ärztegewerkschaft kritisiert die Präventionsmaßnahmen in den Kliniken. | UH

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Die Atmosphäre in Palmas Vorzeigeklinik Son Espases sei angespannt, die Präventivmaßnahmen nicht ausreichend, das erklärte die Ärztin Carolina Pérez, Sprecherin der Ärztegewerkschaft am Freitag.

Angesichts der steigenden Anzahl der Corona-Infektionen müssten längst weniger dringliche Arzttermine annulliert werden. Das Vorgehen sei immer noch "zu lasch", beklagte die Medizinerin. "Wir wissen, was kommen wird und müssen uns darauf einstellen." Am Freitag hatte die Klinikleitung internen Angaben zufolge an der bestehenden Terminvergabe festgehalten.

Francesc Alberti, Sprecher des Coronavirus-Ausschusses der Balearen-Regierung, erklärte gegenüber der MM-Schwesterzeitung Ultima Hora, dass man ab der kommenden Woche mit einer telefonischen Vorauswahl bei der Terminvergabe beginnen werde.

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Am Freitag veröffentlichte die Gesundheitsbehörde eine Pressemitteilung zur Umorganisation des Klinikbetriebs. Ab Montag sollen demnach getrennte Bereiche für Patienten mit Atemwegserkrankungen eingerichtet werden.

Die Krankenhäuser auf den Balearen befinden sich mit weniger als 20 Corona-Patienten offiziell noch in Phase 1 der Virusbehandlung, es fehlt aber nur ein Fall, um Phase 2 einzuläuten, die 21 bis 200 Fälle umfasst.

Darüber hinaus kritisierte das Personal der Notaufnahme von Son Espases, dass die Klinikleitung ihnen ohne Vorankündigung die Schutzausrüstungen bis auf Gesichtsmasken weggenommen habe. "Wir werden uns weigern, Infizierte ohne Schutz zu behandeln", erklärten einige Mitarbeiter am Freitag. (mais)