Inselrat trommelt mit neuem Slogan für Mallorca

| |
Die Insel wird sich ihren Fans nach der Virus-Krise wieder öffnen.

Die Insel wird sich ihren Fans nach der Virus-Krise wieder öffnen.

Während sich die Corona-Krise auch auf Mallorca dem Höhepunkt nähert, macht sich der Inselrat Gedanken um die Zeit danach. Mit dem Slogan #SeeyousoonMallorca wird den Menschen die Wartezeit auf ihren lang ersehnten nächsten Insel-Aufenthalt versüßt.

Ab Donnerstag könne man eine prägnante Zeichnung nebst dem Spruch in den sozialen Netzwerken und über Whatsapp weiterverbreiten, auf dass wieder Hoffnung einkehre, so die Behörde in einem Schreiben an die Medien. Das Ganze gehe zuerst an die Medien, die es dann weiterverbreiten. Man bereite sich schon jetzt darauf vor, nach all den schweren Wochen endlich wieder eine sichere, ruhige und ereignisreiche Insel zu werden.

Momentan befindet sich Mallorca noch im Alarmzustand, aber dieser endet am 11. April, also einige Wochen vor Saisonbeginn. (it)

Kommentar

Nutzungsbedingungen

Rechtlicher Hinweis

» Der Inhalt der Kommentare spiegelt die Meinung der Nutzer wider, nicht die von mallorcamagazin.com

» Es ist nicht erlaubt, Kommentare abzuschicken, die gegen das Gesetz verstoßen oder unangebrachte, beleidigende oder ehrverletzende Inhalte haben.

» mallorcamagazin.com behält es sich vor, unangemessene Kommentare zu löschen.

* Pflichtfelder

KenO / Vor 10 Tage

@Richard Darüber habe ich auch schon sinniert, aber ich bin zu dem vorläufigen Schluss gekommen, dass es eher anders herum laufen wird, die Insel wird wieder trashiger werden (müssen) oder pleite gehen.

Denn wer jetzt aktuell und in naher Zukunft abwandert, sind gerade Leute mit (viel) Geld, was ich ja schon ansatzweise, im ersten Kommentar hier unter diesem Artikel angedeutet habe. Ich verdiene schon seit vielen Jahren meine Brötchen damit, Unternehmen darin zu beraten, wie sie nachhaltig mehr Umsatz generieren, also nicht so wie BWLer („… billiger einkaufen, Personalkosten senken, Personal abbauen ...“ → Gewinn kurzfristig optimieren und langfristig das Unternehmen vor die Wand fahren), meine Basis dafür ist ein naturwissenschaftliches Studium und langfristige Erfahrung mit eigenen Unternehmen, derer ich mich jedoch von etwa zehn Jahren vor allem aus gesundheitlichen Gründen entledigt habe, um nur noch zu beraten, das ist stressfreier für mich, auch ganz einträglich und ich arbeite heute nicht mal mehr 8 Stunden am Tag, früher waren es meist 14 bis 16 Stunden.

Ich schreibe das, damit andere verstehen, warum ich die aktuelle Lage so kritisch betrachte und beurteilen kann, ich habe halt ganz andere Einblicke, als jemand der ganz normal irgendwo als Angestellter arbeitet (das ist alles andere als arrogant gemeint, war früher selbst mal Angestellter und habe die Entwicklung zum Erkenntnisgewinn selbst erfahren) oder jemand der nur einen kleinen eigenen Betrieb führt, aber selbst der bekommt schon deutlich mehr mit, als der Angestellte.

Ich habe seit gestern Abend 21:00 Uhr bis heute morgen ca. 9:00 Uhr 46, in Worten sechsundvierzig, E-Mails von Kunden und Bekannten erhalten, die sich nur darum drehen, was jetzt wirtschaftlich und finanziell am besten zu tun ist, dazu kommen noch die direkten Anrufe von engen Bekannten, Freunden und Verwandten - alle haben den starken Drang zu handeln, zu handeln und nochmal zu handeln, aber eben auch richtig zu handeln. Mal ein Auszug: - Bei einem Bekannten wurde vergangene Woche wg. der aktuellen Maßnahmen der Notartermin für einen Hauskauf abgesagt und in die Zukunft verschoben, ohne einen konkreteren Termin benennen zu können, Flug, Hotel, Mietwagen für ihn und seine Frau waren schon gebucht, ein paar Tage zur Entspannung zusätzlich eingeplant, alles nun gecancelt, er fragt nun, was er tun soll – mein Rat, auf jeden Fall auch den Hauskauf canceln und erst mal abwarten, wie sich die Lage entwickelt und wenn er noch immer hier hin möchte, erst mal mieten, statt kaufen. - Ein weiterer, Kunde mit zwei sog. Luxusimmmobilien auf der Insel, fragt an, ob ich kurzfristig Fotos von der einen machen (er weiß, dass ich früher eine Weile mal ein eigenes Fotostudio hatte und auch Architekturfotografie betrieben habe) oder einen guten Fotografen wüsste, den man im ganz kurzfristig hier dafür buchen könnte, weil die Immobilie gerade noch noch gut für die geplante Langzeitvermietung gestaged ist und der Garten vor zwei Wochen neu gemacht wurde. Nun will er zumindest die eine kurzfristig verkaufen, er befürchtet nämlich schon bald, liquide Mittel für sein Unternehmen in D. zu benötigen. - Ein weiterer der hier eine Art Gestüt mit Hotel betreibt, lässt ähnliches durchblicken, weil er auch in D. noch ein Unternehmen betreibt, druckst aber noch ein wenig herum. - Der nächste hat eine Absage nach der anderen für so eine Art Fincanhotel und fragt, wie er damit jetzt umgehen soll, rechtlich den harten Kurs durchziehen oder eine besser weich und dynamisch reagieren, kannte ihn bisher noch nicht mal, meldete sich auf Empfehlung von einem Bekannten. - Wieder ein anderer hat gerade erst für diese Saison einen größeren Gastronomiebetrieb für teures Geld übernommen und fragt, wie ich die Entwicklung abschätze und überlegt jetzt noch komplett die Reißleine zu ziehen, bevor er ggf. noch mehr Geld verbrennen wird, auch er hat noch als Backup Mietimmobilien in D., bei denen aber auch nicht sicher ist, ob in den nächsten Monaten die Miete pünktlich und überhaupt in welchem Umfang reinkommen wird. Uns so geht es weiter, jede Stunde kommen weitere Mails rein, es dreht sich fast immer um verkaufen, kaufen, durchziehen oder Reißleine ziehen - sonst bekomme ich solche Mails, ein bis zweimal im Monat.

Einige haben eine so dünne Liquiditätsdecke, dass sie nicht mal eine „schlanke“ Saison hier durchhalten werden und einige aus D. sind jetzt schon faktisch Pleite und müssten nach noch geltender Rechtslage (die soll ja ggf. geändert werden) eigentlich ganz offiziell einen Insolvenzantrag (nicht privat, sondern formell für die jeweilige Firma) bei Gericht stellen.

Und hier träumen die besten Politiker die man haben kann, davon, dass die Saison schon im Mai wieder Fahrt aufnehmen soll – fast schon lustig, wenn die Lage nicht so ernst wäre…

Grüße KenO

KenO / Vor 10 Tage

@Urea @kai @Heinz Günter Ihr scheint nicht zu verstehen, dass die kurzfristige Ausgangssperre keinen nachhaltigen Erfolg haben kann, wenn es tatsächlich eine wirklich gefährliche echte Pandemie ist und falls es doch keine solche ist, die getroffenen Maßnahmen erst recht maximal kontraproduktiv für nahezu alle auf der Insel (und nicht nur hier) sind und darüber hinaus niemanden wirklich helfen, außer demnächst ein paar Spekulanten, sich nicht nur hier die Taschen vollzustopfen werden.

Ich habe in einem anderen Kommentar schon einen ganz gut das Dilemma erklärenden unaufgeregten Videobeitrag aus dem ÖR („Corona: Wann ist die Pandemie vorbei? | Quarks exklusiv“ zu finden u.a. auf YouTube) benannt, der die Sinnhaftigkeit einer kurzfristigen Ausgangssperre von zwei bis vier oder gar sechs Wochen oder anderer kurzfristiger ähnlicher Modelle zur Eindämmung der sog. Pandemie erläutert. Denn selbst wenn die Ausgangssperre kurzfristig die Zahlen der Neuinfektionen senken sollte, fängt das böse Spiel doch dann nach deren Aufhebung genau so wie vorher wieder von vorne an, weil immer noch genug dieses Virus in sich tragen, um es wieder neu zu verbreiten und noch nicht genug immunisiert sind, um die Verbreitung einzudämmen, man gewinnt dadurch also nicht die Zeit, die nötig wäre, ein Medikament oder einen Impfstoff zu entwickeln, es sei denn, man hätte schon so etwas in der Schublade und zieht man die aktuellen Maßnahmen über längere Zeit hin, bricht die Wirtschaft und damit die Versorgung aller komplett zusammen.

Aber man ahnt/weiß unter Fachleuten sicher schon (immer mehr äußern sich jetzt auch öffentlich kritisch zur aktuellen Mainstreammeinung), dass das Virus mit dem Abklingen der Grippewelle ebenfalls wieder verschwindet, dann jedoch wären die übertriebenen Maßnahmen in keiner Weise (auch rechtlich nicht!) gerechtfertigt und der Schaden durch die Maßnahmen, auch der menschliche viel höher, als ohne. Ein starkes Indiz, dass es genau so kommen wird, ist, dass man schon jetzt ganz offen darüber spekuliert, dass ab Mai/Juni sich alles wieder nicht nur hier auf der Insel normalisieren wird, das sollte auch Euch nachdenklich stimmen. Und eines ist jetzt schon sicher, selbst wenn im Sommer die sog. Pandemie auch nach offizieller Lesart wieder verschwunden sein sollte, ist durch die nun getroffenen Maßnahmen nicht nur diese schöne Insel nachhaltig für Jahre bis Jahrzehnte beschädigt - wirtschaftlich, gesellschaftlich, politisch.

Aber hoffen wir mal alle das beste, Leute die über den Tellerrand schauen, rechnen jedoch dabei stets auch immer mit dem Schlimmsten und handeln entsprechend...

Grüße KenO

Richard / Vor 10 Tage

Mallorca ist der Nabel der Welt, nur dort geht es allen so schlecht, kommt und bringt noch mehr Geld als die letzten 4 Jahre auf die Insel. Bis es dann wieder an die Wände gesprüht wird, Tourist-ist Terrorist... auch ein Slogan. Hier auf der Insel der Schönen und vor allem Reichen, will man auf hohem Level weiter Profit einfahren, aber doch nicht mit All inclusive Touris, und die Billigflüge wird es wohl in der bisherigen Variante nicht mehr geben, so selektiert sich das Klientel von selbst....gut für die Insel

Heinz Günter / Vor 10 Tage

Hallo,KenO,wirkt sich so diese Virus Infektion aus ?? Bleiben Sie gesund

kai / Vor 10 Tage

@ KenO: Nichts, aber auch garnichts verstanden WAS eine Pandemie bedeutet - für die Insel ein Gewinn wenn Du Deine Pläne ändern willst - do it!

Urea / Vor 11 Tage

Herr KenO, wir werden Ihre Abreise in Ihnen genehmere Gegenden dieser Welt sicher verschmerzen können. Ich für meinen Teil sogar ausgesprochen gerne. Trotzdem wünsche ich Ihnen alles Gute und viel Gesundheit.

KenO / Vor 11 Tage

Tja, diese Gedanken hätte sich der Inselrat mal lieber vor der Verhängung der aktuell geltenden Maßnahmen machen sollen, nun wurden Tatsachen geschaffen, deren Folgen nicht mehr rückgängig gemacht werden können.

Eine gaaaaz winzig kleine Chance für ein wenig Schadensbegrenzung besteht noch, wenn in der nun anstehenden Verlängerung, ähnlich wie in D. zumindest die Ausgangssperre zur körperlicher Ertüchtigung und Erholung in der freien Natur gelockert wird und einige weitere Geschäfte u.a. jene mit technischen Angeboten wieder geöffnet werden dürfen, sonst ist der wirtschaftliche Zug ganz sicher für die nächsten Jahrzehnte für diese schöne Insel abgefahren.

Diese Saison ist jetzt schon völlig unnötig vor die Wand gefahren worden, völlig an der Realität vorbei nach diesen Fauxpas anzunehmen, dass die Saison nach Ostern so ablaufen wird, wie die letzten Jahrzehnte auch. Touristen sind launische Wesen und reiche Menschen noch launischer, die werden jetzt allesamt ihre Konsequenzen ziehen oder haben das bereits schon im Geiste getan. Dazu kommen noch die EU-weiten kurz- und langfristigen wirtschaftlichen Folgen der ganzen durch unnötige Panikmache erzeugten Krise, die vielen pot. Touristen, aber auch so manchen (bisher noch) reichen (Teil)Residenten und Vielfach-/Dauerurlauber, gar keine freie Wahl mehr lassen werden.

Nur mal auf mich finanziell eher kleinen Krauter bezogen, bedeutet das im Falle einer Verlängerung der jetzigen Ausgangssperre ohne eine Lockerung, dass ich auf gar keinen Fall (anders als geplant) hier eine Wohnimmobilie erwerben werde (denn wer weiß, wann die nächsten Maßnahmen dieser oder ähnlicher Art anstehen), auch werde ich auf gar keinen Fall Geld in ein auf der Insel ansässiges Unternehmen stecken oder hier gar eines neu gründen, was ich eigentlich vorhatte.

Ich weiß im Moment nicht mal, ob ich dauerhaft hier hinziehen werde, was eigentlich auch noch Anfang dieses Monates für dieses Jahr fest eingeplant war, weshalb ich auch bereits letztes Jahr ein Haus für das komplette laufenden Jahr angemietet hatte. Ich weiß jetzt nicht mal, ob ich das noch das komplette Jahr nutzen werde oder die Miete lieber in den Wind schreibe und wieder umziehe.

Was ich jetzt für mich alleine denke und entscheide, kann der Insel und deren Regierung herzlich egal sein, aber durch meine berufliche Tätigkeit, bei der ich überwiegend mit Leuten zu tun habe, die finanziell meist ein bis zwei Ligen über mir spielen, weiß ich jedoch, dass diese aktuell ähnliche oder noch drastischere Überlegungen umtreiben. Neben der völlig überzogenen Ausgangssperre, die mir sehr auf das Gemüt geschlagen ist, kam bei diesen Leuten u.a. noch dazu, dass man ihre (Miet)Jachten und (Miet)Jets komplett an die Kette gelegt hat, eine sehr unkluge Maßnahme, die im Rahmen einer solchen Krise der reinen Gesinnungsethik, denn der Verantwortungsethik entsprungen ist.

Leider befinden sich die USA im Moment auch im Panikmodus, aber je nachdem wie souverän man dort das Ruder ggf. noch rumreißt, ist z.B. Kalifornien nicht nur für mich eine Option, denn da gibt auch über 300 Sonnentage, Strände, gut gelaunte Menschen und viele Möglichkeiten Geld zu verdienen, nur der gelegentliche Flug in die alte Heimat dauert halt deutlich länger und die vielen Formalitäten und Auflagen für einen Daueraufenthalt sind wesentlich umständlicher zu erfüllen, als in einem EU-Land und ansonsten werde nicht nur ich einfach mal nach anderen schönen Orten auf der Weltkugel suchen – schade...