Mallorca und das Virus: Update vom 19. April

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Mitarbeiter des Gesundheitsdienstes auf dem Weg zu einem Massentest in einem Altersheim.

Mitarbeiter des Gesundheitsdienstes auf dem Weg zu einem Massentest in einem Altersheim.

Foto: J. Bagur

Alles, was am Sonntag zur Coronakrise auf Mallorca wichtig war, kurz zusammengefasst:

Spanien und Balearen: Neuinfektionen weiter rückläufig

Auf den Balearen werden weiterhin nur wenige Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert. In den vergangenen 24 Stunden waren es 25, noch einmal weniger als in den drei Tagen zuvor. Allerdings verzeichneten Mallorca und die Nachbarinseln sieben mit dem Virus verstorbene Patienten. Die Zahl der Genesenen stieg um 35. Auch spanienweit sind die Zahlen weiter rückläufig. An diesem Sonntag wurden "nur" 410 mit dem Virus Verstorbene gezählt, das ist der niedrigste Wert seit knapp einem Monat. Die Zahl der Neuinfektionen stieg um 4218, auch das ist einer der niedrigsten Werte der vergangenen 30 Tage.

Alarmzustand wird verlängert, es soll aber Lockerungen geben

Spaniens Premierminister Pedro Sánchez will den Alarmzustand wegen der Coronakrise bis mindestens 9. Mai verlängern. Das hat er am Samstag auf seiner wöchentlichen Pressekonferenz bekanntgegeben. Mit dem Alarmzustand verknüpft bleibt auch die seit 15. März auf Mallorca und ganz Spanien bestehende Ausgangssperre, für die es ab dem 27. April aber Ausnahmen geben soll. Unter anderem sollen Kinder das Haus verlassen dürfen. Derzeit wird zudem diskutiert, ob Spazierengehen und Sport im Freien dann wirder erlaubt werden.

Regionen dürfen ab Mai eigene Exit-Strategien umsetzen

Die spanischen Regionen müssen nicht alle gemeinsam die selben Lockerungen beschließen. Heißt: Von der Viruskrise weniger betroffene Autonome Gemeinschaften wie beispielsweise die Kanaren oder die Balearen können früher Lockerungen beschließen als besonders hart gebeutelte Gegenden wie der Großraum Madrid oder Katalonien. Die balearische Ministerpräsidentin Francina Armengol hat bereits bestäigt, dass man an einem entsprechenden Maßnahmenkatalog arbeite.

Autobahnen erleben Verkehrsschwund

Eine Studie der Stadt kommt zu dem Schluss, dass der Verkehr auf Palmas Autobahnring aufgrund des Alarmzustandes und der Ausgangssperre um 83 Prozent zurückgegangen ist. Wo noch vor wenigen Wochen 170.000 Fahrzeuge täglich gezählt wurden, sind es derzeit noch etwa 35.000. Auf anderen Insel-Autobahnen sieht es ähnlich aus: Die Andratx-Autobahn (Ma-1) verzeichnet einen Verkehrsrückgang um 84 Prozent, die Ma-19 (Kongresspalast-Flughafen) um 89 Prozent und die Manacor Schnellstraße Ma-15 sogar um 92 Prozent.

Hoffnung auf EU-Hilfen: Armengol schreibt offenen Brief an von der Leyen

Die balearische Ministerpräsidentin Francina Armengol (Sozialisten) hat sich mit einem offenen Brief an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gewandt. Darin bittet sie Brüssel um ein spezielles Hilfsprogramm, um Mallorca und den Nachbarinseln nach der Coronakrise wirtschaftlich wieder auf die Beine zu helfen. Weder die geplanten Hilfen aus dem Haushalt der balearischen Landesregierung noch das versprochene Wiederaufbaupaket aus Madrid würden ausreichen, um den durch den Einbruch der Tourismuswirtschaft erlittenen Schaden zu beheben, so Armengol.

Strenge Gesundheitskontrollen an Insel-Flughäfen

Die Flughäfen und Häfen auf Mallorca und den Nachbarinseln sollen nach dem Willen der linken Regionalregierung so lange es geht dicht bleiben. Das hat Ministerpräsidentin Francina Armengol am Sonntag im Rahmen einer Videokonferenz mit den anderen spanischen Länderchefs mitgeteilt. Sie versicherte aber, dass man ein großes Interesse daran habe, den Tourismus bald wieder zu aktivieren. Schließlich sei die Wirtschaft der Inseln extrem eng mit der touristischen Aktivität verbunden. Wenn Häfen und Airports wieder öffnen, seien strenge Gesundheitskontrollen ein angebrachtes Mittel.

Studie: Sommerhitze könnte Virusverbreitung zumindest eindämmen

Hohe Temperaturen in Verbindung mit hoher Luftfeuchtigkeit könnten die Verbreitung zumindest deutlich verlangsamen. Eine erste Studie, die in den kommenden Woche noch vertieft werden soll, habe gezeigt, dass sich das Virus in Gegenden Spaniens, in denen es jetzt schon wärmer ist, deutlich langsamer verbreitet. So auf den Kanaren, den Balearen oder in der Region Murcia. Auch in Andalusien, wo zu Beginn der Pandemie ein rasantes Wachstum verzeichnet wurde, ist es nicht zu einer explosionsartigen Ausbreitung wie in Madrid, Katalonien oder den noch kühleren Regionen wie La Rioja oder dem Baskenland gekommen.

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