Ansturm auf Eisenwarenläden von Mallorca

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Mit Maske und Handschuhen wurden Kunden bei Rosendo Ramón bedient.

Mit Maske und Handschuhen wurden Kunden bei Rosendo Ramón bedient.

Foto: T. Ayuga

Sieben Wochen waren alle Geschäfte mit Ausnahme von Supermärkten auf Mallorca wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Mit Beginn der Phase 0 des Lockerungsplans durften am Montag erstmals wieder kleine Läden öffnen. Und prompt bildeten sich lange Schlangen. Als absoluter Shopping-Magnet erwiesen sich Eisenwarengeschäfte.

"Meine Kaffeemaschine ist kaputt", erklärten zwei Kunden in der Calle Blanquerna. "Ich brauche dringend eine Kurbel dafür", erklärte eine Seniorin, die geduldig in der langen Schlange anstand, gegenüber der MM-Schwesterzeitung Ultima Hora.

Ein ähnliches Bild boten die Ferretería Colom in Palmas Stadtviertel Pere Garau und die Schlosserei Rosenda Ramón. Und im Eisenwarenladen García e Hijo erklärte Besitzer Virgilio García, der wegen der Pandemie Waren erstmals auch nach Hause geliefert hatte, schon vorher mit dem Andrang gerechnet zu haben. "Die größte Nachfrage gibt es bei Farben. Die Leute wollen die Zeit nutzen, um ihre Wohnung auf Vordermann zu bringen", erklärte er. Auch Backformen erfreuen sich großer Beliebtheit.

"Wir haben mehr als 300 Anfragen per Whatsapp erhalten und zahlreiche Anrufe", erzählt er. Frühmorgens herrschte das "reinste Chaos", bis sich der Betrieb im Laufe des Tages normalisierte. Für Virgilio García war es ein Fehler, Eisenwarenläden geschlossen zu halten. "Wir verkaufen Dinge, die für den Alltag wichtig sind, das hat man übersehen", meint er. (mais)

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