200 Personen demonstrieren in Magaluf für Finanzhilfen

| | Calvià, Mallorca |

Demo der Unternehmer und Angestellten in Magaluf.

Foto: Youtube: Ultima Hora

Rund 200 Personen haben am Freitag in Magaluf auf Mallorca für wirtschaftliche Hilfen durch die Regierung demonstriert. Überwiegend handelte es sich um Inhaber von Bars und Diskotheken sowie Angestellte aus dem Vergnügungsgewerbe, die direkt von der coronabedingten Schließung ihrer Betriebe betroffen sind.

Juan Rodríguez, Chef des Verbandes der Unternehmer und Arbeitnehmer von Calvià, sagte während des Protestzugs mehrfach gegenüber den Medien: "Wir haben nichts mehr zu essen!" Sowohl die Balearen- als auch die Zentralregierung lasse die Hoteliers, Vergnügungsunternehmer und Einzelhändler "ausbluten", da Steuern trotz pandemiebedingt geschlossener Betriebe weiter abgeführt werden müssten.

Besonders heftig fiel Rodríguez' Kritik an Calviàs Bürgermeister, seinem Namensvetter Alfonso Rodríguez (Sozialisten), aus. Dieser habe bei einem Treffen im Juli versprochen, sich für die Unternehmer einzusetzen und Lösungswege aufzuzeigen. "Es ist schlicht gar nichts passiert", so Juan Rodríguez.

An dem Demonstrationszug beteiligten sich auch die Oppositionsparteien aus Calviàs Gemeinderat, die konservative PP, die liberalen Ciudadanos und die rechtspopulistische Vox. (cze)

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Roland / Vor 13 Tage

Ich habe zuvor noch nie vernommen, dass Steuern bzw. Abgaben auch zu leisten sind, wenn keine Einnahmen vorhanden sind. Berechnen sich dann diese Steuerabgaben fiktiv, z.B. auf Grundlage des Jahres 2019 ? Also, Spanien wird mir immer unsympathischer.

bluelion / Vor 14 Tage

Mir geht es ähnlich wie majorcus. Wenn die Gastronomien Steuern ohne Einnahmen abführen müssen ist es ein Humbug und eine Ungerechtigkeit.Wenn Alfonso Rodriguez seinen Ankündigungen nichts folgen halt lassen ist er eine Fehlbesetzung. Info dazu finde ich in dem Artikel nicht - man hätte ihn aber einfach auch mal fragen können. Zugegeben, seit der kurzfristigen Wiedereröffnung des Ballermanns habe ich aber gewisse Bedenken gegen über den Gastronomen. Als das Ding aus dem Ruder lief, waren die Medien Schuld und dabei wurde vieles behauptet (alte Bilder), aber nicht bewiesen. Oder die Polizei, die hätten kontrollieren müssen, aber gleichzeitig wurden Nebeneingänge als Haupteingänge geöffnet, damit in den Lokalen die Hygieneregeln dann nicht eingehalten wurden....

Gunnar / Vor 14 Tage

...(Sozialisten)

Carlos / Vor 15 Tage

Jeder Mensch hat das Recht in Würde zu leben. Diese Würde wird von dieser Balearen - Regierung mit Füßen getreten! Mit ihren sinnlosen Verordnungen stürzen sie die gesamten Balearen ins soziale und wirtschaftliche Chaos und ein Ende dieser Politik ist nur möglich, wenn diese Regierung zurücktritt.

Roland / Vor 15 Tage

Mallorca hat sich abgeschafft. Diesen Kahlschlag wird das Land bzw. die Insel nur schwer überleben.

Majorcus / Vor 15 Tage

Offensichtlich sind diese Demonstranten intelligenter als die in Berlin - alle mit smart mask. Armes Deutschland! Dass Steuern bei pandemiebedingt geschlossener Betriebe weiter abgeführt werden müssten ist ein Unding - stimmt das? Welche ist das? Allerdings erweckt nicht einer der Teilnehmenden physisch den Eindurck: "Wir haben nichts mehr zu essen!" Die Verteilung von Grundnahrungsmitteln währe eine wahrheitsgetreue Antwort ... "Es ist schlicht gar nichts passiert" - ist das dort keine Tradition? Auch interessant, dass keine Erinnerungsstücke an die Franco-Zeit gezeigt werden ...