Familie aus Cottbus steckte wohl niemanden an

Die Mitglieder der Familie, bei denen nach der Rückkehr nach Deutschland Corona-Infektionen nachgewiesen wurden, reisten vom Flughafen Palma de Mallorca zurück.

Die Mitglieder der Familie, bei denen nach der Rückkehr nach Deutschland Corona-Infektionen nachgewiesen wurden, reisten vom Flughafen Palma de Mallorca zurück.

Foto: Archiv

Im Falle der vierköpfigen Familie aus Cottbus, die sich möglicherweise im Urlaub auf Mallorca im Juli mit dem Coronavirus infiziert hat, sind keine weiteren Infektionen bekanntgeworden. Auch wo eine Ansteckung auf der Insel hätte erfolgt sein können, konnte nicht abschließend geklärt werden.

Ein Pressesprecher der Stadtverwaltung Cottbus bestätigte aber gegenüber MM am Mittwoch, dass das Gesundheitsamt im Zusammenhang mit dem Fall zwar acht Kontaktpersonen in Quarantäne geschickt hatte, in allen Fällen seien die Tests aber negativ ausgefallen. Auch die Familie selbst sei schon seit längerem wieder wohlauf.

Allerdings merkte der Sprecher an: „Die Kontaktverfolgung ist Sache der Kreise und Städte, ob es zu Ansteckungen im Flugzeug kam, können wir also nicht sagen, da wir nur die Kontakte aus Cottbus weiterverfolgen.”

Dass es im Flugzeug zu Ansteckungen kam, sei aber äußerst unwahrscheinlich, sagte die Sprecherin des Robert-Koch-Instituts (RKI), Susanne Glasmacher, gegenüber MM. Das Institut hatte den Behörden in Cottbus beim Tracking in dem Fall geholfen. Auch dem RKI lägen aber keine Infos über weitere Ansteckungen vor. (cze)

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Majorcus / Vor 1 Monat

Glück gehabt - ersetzt aber keine vorausschauende Vorsicht!

sven / Vor 1 Monat

Interessant wäre auch zu erfahren, wieviele Rückkehrer nach der Reisewarnung tatsächlich positiv getestet wurden. Mann sprach ja von ca. 30.000 deutschen Touristen auf der Insel zu dem Zeitpunkt. Die sind alle entweder vollkommen hysterisch in den Tagen darauf ausgeflogen wurden, oder spätestens in den 2 Wochen danach, wenn sie ihren Urlaub zuende gebracht haben. Nehme zudem an, dass über 90% Pauschaltouristen waren, und über 99% mit dem Flugzeug reisten. Alle sind ja, glaube ich, getestet wurden, das war vor den neuen Quarantäne-Regelungen.

Wäre also eine zeitlich und geographisch gut umrissene case study, und mann könnte durchaus Rückschlüsse über die Wahrscheinlichkeiten und das Risiko schliessen (Inzidenz vor Ort im Vergleich zur Inzidenz in dieser Population).

Nur so als food for thought....

bluelion / Vor 1 Monat

@mm. Super Artikel. Fakten selbst recherchiert, die wichtigsten Entscheidungs- und Informationsträger kontaktiert und Infos zu einer eigenen Schlußfolgerung zusammen gefaßt. Hatte mich schon des Längeren gefragt, was wohl aus der Familie geworden ist. Danke.