Das sind die aktuellen Coronazahlen auf Mallorca – 6.2.

| Mallorca |
Die Coronakurve vom Samstag, 6. Februar.

Die Coronakurve vom Samstag, 6. Februar.

Foto: CAIB

Neuinfektionen, Todesfälle und Gesamtzahl der Ansteckungen:

Die Regionalregierung von Mallorca und den Nachbarinseln hat am Samstag, 6. Februar, für die vergangenen 24 Stunden 181 Neuansteckungen mit Corona nach Madrid gemeldet (Vortag: 162). Es waren vier weitere Todesfälle zu beklagen. Die Gesamtzahl der Corona-Toten auf den Balearen ist seit Ausbruch der Pandemie auf 628 gestiegen.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich auf den Balearen insgesamt 53.809 Menschen infiziert (Vortag: 53.599).

Bettenauslastung in den Kliniken:

Die Corona-Ampel, erstellt vom balearischen Wirtschaftszirkel unter Einbeziehung aller offiziellen Daten, zeigte die Auslastung der Intensivbetten in den Krankenhäusern der Inseln am Samstag 67 Prozent an (Vortag: 70 Prozent). Die Ampel stand darum auf Rot.

Die allgemeine Lage im balearischen Gesundheitswesen wurde gleichwohl als "exzellent" bezeichnet, die Corona-Ampel stand auf Grün.

Zum Hintergrund: Die Inseln verfügen über etwa 1000 Betten für Corona-Kranke und 200 Intensivbetten. (Im März waren es rund 180 Intensivbetten gewesen. Die Höchstzahl der Krankenhauseinlieferungen hatte auf dem Höhepunkt der Corona-Krise am 4. April 592 betragen). Viele Personen, die momentan in Krankenhäusern liegen, befinden sich dort, weil sie zu Hause nicht isoliert werden können. Auf den Intensivstationen der Balearen wurden am Samstag 127 Patienten gemeldet (Vortag: 132).

Positivitätsrate:

Die sogenannte Positivitätsrate, das heißt der Prozentsatz der positiven Tests im Vergleich zu allen PCR-Tests, betrug nach Angaben des balearischen Gesundheitsministeriums am Samstag 4,33 Prozent (Vortag: 3,58 Prozent). Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, dass dieser Indikator mindestens unter 5 Prozent bleiben sollte.

Auf sieben Tage hochgerechnet lag dieser Wert am Samstag bei 5,5 ( Vortag: 5,7). Die Corona-Ampel stand auf Gelb.

7-Tage und 14-Tage-Inzidenz:

Die spanische Zentralregierung gab die 7-Tage-Inzidenz auf 100.000 Einwohner für die Inseln am Freitag mit 142,50 (Vortag: 163,47). Allerdings waren diese Angaben Anfang September allgemein in die Kritik geraten, da wegen Verzögerungen und Übertragungsproblemen zu wenig Fälle in die Statistik in Madrid einflossen. Am Wochenende werden keine Zahlen ermittelt.

Als zutreffender ist nach Angaben der Balearen-Regierung die 14-Tage-Inzidenz, die am Freitag bei 423,85 (Vortag: 463,78) lag.

Spanienweit betrug die 7-Tage-Inzidenz am Freitag 290,36 (Vortag: 308,05). Die 14-Tage-Inzidenz wurde mit 750,77 (Vortag: 783,25) angegeben.

Hintergrund: Das deutsche Robert-Koch-Institut (RKI) legt für die Ausweisung von Corona-Risikogebieten eine 7-Tage-Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner als Obergrenze fest. Aus diesem Grund sind Mallorca und die Nachbarinseln aus deutscher Sicht als Risikogebiete eingestuft, bei entsprechender Reisewarnung des Auswärtigen Amtes.

Die europäische Seuchenschutzbehörde ECDC wiederum empfiehlt bei einem 14-Tage Wert von 60 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern die Einleitung von Maßnahmen. Bei 250 Fällen seien sogar drastische Schritte zu ergreifen.

Das spanische Gesundheitsministerium hatte Anfang Oktober beschlossen, dass in Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern strenge Maßnahmen ergriffen werden müssen, wenn die 14-Tage-Inzidenz über 500 Fälle steigt.

Corona-Infektionsrate:

Nach Berechnungen des Wirtschaftskreises "Círculo de Economía de Mallorca" betrug die Infektionsrate am Samstag 0,60 (Vortag: 0,61). Die Corona-Ampel steht auf Grün.

Die Infektionsrate ist ein Trendindikator, der die Anzahl der Personen schätzt, die jeweils von einer infizierten Person angesteckt werden. Ist die Infektionsrate größer als 1, breitet sich das Virus in der Region aus. Der Wert dieses Indikators kann von Tag zu Tag stark variieren und reagiert auch empfindlich auf wochenendbedingte Schwankungen.

Die Corona-Ampel wird täglich aus den Daten des balearischen und des spanischen Gesundheitsministeriums berechnet. Sie zeigt in den Farben Rot, Gelb und Grün die Infektionslage auf den Balearen an. Hier gelangen Sie zur Corona-Ampel

Weitere Daten zur Coronalage auf Mallorca und den Nachbarinseln:

Als genesen gelten balearenweit am Samstag 732 zusätzliche Personen (Vortag: 720). Davon wurden 46 aus dem Krankenhaus entlassen (Vortag: 48.)

Die Zahl der erfolgten PCR-Tests betrug am Samstag 4180 (Vortag: 4525) Seit Beginn der Corona-Krise wurden auf den Balearen insgesamt 998.561 Tests gezählt.

Die Zahl der Patienten, die auf Mallorca mit einer Corona-Infektion im Krankenhaus behandelt werden, lag Samstag 179 (Vortag: 193) Auf den Intensivstationen befinden sich derzeit 95 Patienten (Vortag: 101). Insgesamt 3532 (Vortag: 3803) Personen werden in häuslicher Quarantäne versorgt.

In den Seniorenheimen auf den Balearen sieht die Lage wie folgt aus: Insgesamt zählten am Samstag 62 Bewohner (Vortag: 74) der Residenzen zu den "aktiven" Corona-Fällen, von ihnen müssen 59 (Vortag: 68) im Krankenhaus behandelt werden. Seit Beginn der Pandemie starben auf den Balearen 255 Senioren, die in Altersheimen untergebracht waren, mit einer Corona-Infektion.

Unter dem Gesundheitspersonal auf den Inseln gibt es derzeit 156 aktive Fälle (Vortag: 174), 301 Mitarbeiter (Vortag: 319) im Gesundheitssektor stehen unter Beobachtung, da sie engen Kontakt zu Infizierten gehabt haben.

Kommentar

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Stefan / Vor 9 Monaten

Die Repressionen müssen sofort beendet werden. Je länger der lockdown dauert, desto verheerender werden die Zahlen danach sein. Portugal sollte eine Warnung sein. Die Repressionen zerstören die Immunsysteme der Menschen. Unsere Abwehr benötigt ein ständiges update durch Kontakt. Wir begehen gerade kollektiven Suizid aus Angst vor dem Tod.

Son Vidarius / Vor 9 Monaten

@Majorcus, auch wenn Ihnen schreiben und lesen schwerfällt, dennoch eine kleine Hilfe: von den 628 Todesfällen (wohlgemerkt seit 02/2020) sind gemäß dem Text 255 Senioren MIT einer Coronainfektion in Altersheimen gestorben. Ich weiß ja nicht wo Sie leben, aber in einem Alters-/Pflegeheim stirbt man. Statistisch die Mehrheit im ersten Jahr. Und völlig verrückt, das Menschen sterben, die bereits viele Jahre über der durchschnittlichen Lebenserwartung sind. Verbleiben 373 Todesfälle in fast 12 Monaten. Der Altersmedian liegt bei 82,8. Bedeutet, 0,0324% der Bevölkerung ist p.a. im o.g. Altersdurchschnitt zu Hause oder in der Klinik gestorben? Das sind wahrlich angstmachende Zahlen, die das Abriegeln und Vernichten einer Wirtschaft absolut rechtfertigen 🤣 Aber die Coronafetischisten ergötzen sich an allem, was sie früher nicht interessiert hat. Tote nach Lungenentzündung infolge Infektion mit Coronastämmen oder Influenza vor 20/10/5/3 Jahren waren nicht so interessant oder wichtig oder schlimm?

Majorcus / Vor 9 Monaten

Wem 628 Todesfälle zuwenig sind, der kann durch Lockerungen versuchen, die täglichen Sterbezahlen massiv zu erhöhen ....

Gloria / Vor 9 Monaten

erfreulich das sich die Zahlen zumindest mal in folge von 3 Tagen unter 200 befinden, mit einem leichten Trent nach unten, hoffen wir das es so bleibt. Jetzt nach Lockerungen zu rufen ist noch zu früh, wenn die Balearen wieder ein sicheres Reiseland werden wollen müssten die Zahlen stabil unter die 50. Erfreulich auch das der R-Wert bei 6,1 liegt somit stecken sich weniger Leute an. Ein Öffnung kann aber nur sein, das man an der bisherigen Einreise Test Strategie festhält, und zwar für alle nicht nur für internationale Touristen- auch nationale Einreisende müssen getestet werden. Nur so ist es möglich langfristig unter den 50 zu bleiben, alles andere würde die Zahlen in Kürze wieder nach oben schnellen lassen und das wäre dann der nächste Lockdown. Also Leute durchhalten, es wird Sommer es wird wärmer , also weniger Infektionen, paar Leute werden bis dahin auch gehimpft sein und dann wird es Herbst und es sind eh keine Gäste mehr auf der Insel und bis zum Winter haben wir das alles halbwegs überstanden und können im Frühsommer 2022 dann langsam wieder etwas Tourismus zulassen.