So trubelig ging es am Sonntag zu. | Anja Marks

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Mehr als 100 Wassersportler haben sich am Sonntag zwischen den Illetes-Stränden und Puerto Portals auf hoher See versammelt, um mehr Respekt für Meer und Küsten zu fordern. Kajaks, Surfbretter, Stand-Up-Paddler und Schwimmer trotzten den Wellen und bildeten unter Applaus und den wachsamen Augen der Besatzungen auf Guardia-Civil-Booten einen großen Kreis auf dem Wasser.

„Bootsnutzer, die illegal in den geschützten Seegraswiesen ankern, müssten wissen, dass sie damit die Posidonia und das empfindliche Gleichgewicht der Natur zerstören“, sagt Mit- Organisator Paul Gehrig. Der Segellehrer und Co-Gründer der Meeresschutzorganisation Mardefondoproject beklagte außerdem die Gefahren von Jetskis und Motorbooten, die viel zu schnell und zu nah an Schwimmern oder segelnden Kindern vorbeifahren.

"Es besteht oft Lebensgefahr für andere Wassersportler, wenn motorisierte Fahrzeuge nicht die bestehenden Regeln einhalten, zu denen zum Beispiel 50 Meter Abstand zu Schwimmern gehören. Wir hoffen, dass durch diese Aktion künftig mehr Achtung auf dem Meer herrscht, aber auch strengere Kontrollen und Sanktionen.“

Die Organisation Mardefonoproject ist eine mallorquinische Initiative, die sich dem Schutz des Meeres, der Umwelterziehung von Kindern und Jugendlichen durch Wassersport sowie der verantwortungsvollen Nutzung der Gewässer und Küsten verschrieben hat.