Mallorca begeht den spanischen Nationalfeiertag

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Bei der Militärparade in Madrid ist auch König Felipe dabei.

Bei der Militärparade in Madrid ist auch König Felipe dabei.

Foto: Arte

Urlauber dürfen sich auf Mallorca nicht über geschlossene Geschäfte wundern: Am Dienstag, 12. Oktober, ist spanienweit Feiertag. Dann wird der sogenannte "Día de la Hispanidad" begangen. Die Läden haben deshalb - außer in den Urlauberzonen der Insel - zu.

Es ist der Tag, an dem Christoph Kolumbus zum Nationalhelden wurde. 1492 stachen die drei Karavellen des Entdeckers westwärts in See. 69 Tage später, am 12. Oktober 1492, rief die Wache im Ausguck "Land in Sicht" und die Seeleute waren glücklich, endlich "in Indien" angekommen zu sein. In Madrid wird der Tag mit einer großen Militärparade begangen, bei der auch der König teilnimmt.

Beim 12. Oktober vermerkt der spanische Festkalender zudem: Nuestra Señora del Pilar. Es ist der Namenstag der "Heiligen Jungfrau auf der Säule", Tag der Verehrung dieser - wohl wichtigsten - Madonna in Saragossa, aber auch Namenstag vieler Frauen und Mädchen.

Viele Spanier nutzen den Feiertag als Brücke für ein verlängertes Wochenende.

Kommentar

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Hajo Hajo / Vor 2 Tage

Ich schaue immer neidisch auf die "festlichen" Paraden unserer Nachbarn, die ganz besonders von historischer Tradition geprägt sind und sich auch in der Kleidung/Uniformen mehr als ansehnlich darbieten. Besonders gelungen wie es die Franzosen und Briten machen und der Vorführung einen festlichen Charakter verleihen. Da schaut man gerne hin und bemerkt, wie stolz sie auf ihre Schützer der Nation sind. Besonders auch bei den Skandinaviern zu sehen.

Im Gegensatz also zu dem was sich in DE an armseliger Ausführung und Darstellung manifestiert. Nicht nur dass man ja Rückbezüge auf die Vergangenheit vermeiden will, aber genau das Gegenteil damit bewirkt, allein durch das ganze Gehabe und die an die Wehrmacht erinnernden Uniformen automatisch den Rückbezug in den Köpfen der Zuschauer erzeugt. Von einer Festlichkeit im wahrsten Sinne ist also auch optisch nichts zu sehen und dann wundern sie sich, dass die Bürgerschaft auch kein äusserlich gutes Bild von der Bundeswehr hat.

In einem Beitrag in T-Online sprach jemand davon, dass es mittlerweile so ist, das man keinerlei Uniformträger mehr in der Öffentlichkeit sieht. Heute ist es so, dass die Soldaten sofort nach Feierabend den Rock ausziehen und sich zivil auf den Heimweg oder in die Freizeit begeben.

## Der schlimmste Akt war das Fehlen der Politiker bei der ersten Rückkunft aus Afghanistan, als die Soldaten die Transportmaschinen verlassen haben. Weder AKK noch Merkel kamen zur Begrüßung. Erst zum Abschluss der Aktion und letzten Transporten fand man sich in einem leeren Hangar bereit sie zu empfangen. Stur und stupide wurde aufmarschiert und damit fertig. Freude dabei empfing wohl keiner. Die Aussagen der Veteranen haben es schon Tage zuvor auf den Punkt gebracht. ##

Selbst dann, wenn die Soldaten in den Katastrophen zur Stelle sind und mit ganzem Einsatz versuchen die Bevölkerung zu schütze, findet das höchstens regional eine dauerhafte Anerkennung und positive Auswirkung auf die Politik. Öffentlich geht man nach kurzer Berichterstattung und Belobigung leider zum Tagesgeschäft über und dass war es dann.