Einer der vollsten Momente auf dem Rathausplatz von Palma: Die Menschen hatten sich versammelt, um traditionell um Mitternacht die zwölf Glückstrauben zu verzehren. | Pilar Pellicer

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Der Jahreswechsel auf Mallorca ist weitgehend ohne besondere Vorkommnisse über die Bühne gegangen. Polizei und Ordnungskräfte mussten lediglich stellenweise eingreifen und auf die Einhalten der Corona-Regeln drängen, sodass die Silvesternacht insgesamt ruhig verlief.

Am Samstagnachmittag wurde zudem bekannt, dass die Feuerwehr in der Silvesternacht in Palma sechs Brände - drei Autos und drei Abfallbehälter - löschen musste.

Die Balearen-Regierung bedankte sich am Samstag bei der Bevölkerung für ihr "vorbildliches Verhalten bei der Befolgung der geltenden Empfehlungen und Vorschriften zur Eindämmung der Ausbreitung von Covid-19". Dies habe es ermöglicht, dass die Silvesternacht nach den derzeit vorliegenden Informationen normal und fast ohne Zwischenfälle verlaufen konnte, teilte das Präsidialamt, das für die innere Sicherheit zuständig ist, mit.

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Die herausragenden Ereignisse waren nach Angaben der Polizei insbesondere, dass sich gegen Mitternacht eine große Ansammlung von Menschen auf dem Rathausplatz (Plaza de Cort) und im Parc de la Mar unterhalb der Kathedrale gebildet hatten. Hierbei sei es jedoch nicht zu einer besorgniserregenden Massierung gekommen. Nach den Glockenschlägen um Mitternacht und dem traditionellen Verspeisen von einem Dutzend Trauben habe sich die Menschenmenge bis 0.30 Uhr wieder zerstreut.

Eingreifen mussten die Beamten indes bei einer als illegal eingestuften Party in Palmas Altstadtgasse Paraires. Das Fest wurde gestoppt und aufgelöst. Die Lokalpolizei erstatte zudem in verschiedenen Bars und Clubs bis 29 Anzeigen wegen Nichteinhaltung von Covid-Auflagen insbesondere am Paseo Mallorca in Palma. Zumeist habe es sich dabei um geringfügige Verstöße gehandelte, wie zum Beispiel schlecht ausgeschilderte Auslastungskapazitäten, fehlende Abstände oder schlecht sitzende Schutzmasken.

In einigen Fällen mussten die Beamten wegen Lärmbelästigung Privatwohnungen aufsuchen oder Streitigkeiten schlichten. Auch inselweit waren Kontrolleure im Einsatz. Doch viele der im Vorfeld angekündigten Massenpartys fanden gar nicht statt, nachdem die Veranstalter sie vor wenigen Tagen selbst abgesagt hatten.

(aktualisiert um 16.45 Uhr)