Seit einem Jahr bietet Amadeo López seinen Lieferservice Fruta Mallorca an. „Ich arbeite auf der Insel mit Landwirten und Kooperativen zusammen, mein Angebot umfasst Kisten mit zertifizierter Bio-Ware, sowie Körbe mit konventionell angebauten Produkten”, sagt er. „Der Kunde hat also die freie Wahl. Er kann sich aus einer Riesenauswahl die Produkte auch selbst zusammenstellen.” Einen Laden oder ein Lager hat López nicht, so spart er Kosten. Alles geht auf Bestellung und ist superfrisch! Der Mindestbestellwert beträgt 25 Euro. Der Lieferservice nach Hause ist stets im Preis inbegriffen – ganz gleich, ob die Ware nach Andratx oder nach Cala Rajada gebracht wird.

Hat er auch internationale Kundschaft? „Oh ja”, sagt Amadeo López. „Sie macht sogar den größten Teil aus und kommt vornehmlich aus Deutschland und der Schweiz, dort ist man besonders sensibilisiert für gesunde Öko-Lebensmittel.” Zu seinem Portfolio gehören Obst, Gemüse, Salat, sowie Gewürze, Kräuter und Sprossen wie Kurkuma, Koriander oder Alfalfa.

Selbst Brot bietet er an, das eine Handwerksbäckerei bei Sant Llorenç produziert. Darunter Dinkel- und Haferflockenbrote oder auch Kamut-Brot, bestehend aus einer der ältesten Weizenarten der Welt. Dazu Maisbrot oder kerniges Vollkorn-Xeixa-Brot, ebenfalls eine alte Weizenart. Wer Interesse an solchen Backwaren hat, sollte sie 48 Stunden zuvor bei López bestellen. Denn die Laibe werden immer frisch gebacken – im Holzbackofen.

Bei Fruites Caimari sind aller guten Dinge drei: Denn der Betrieb versorgt seine Kunden mit jeweils Zehn-Kilo-Kisten samt Obst (Cesta de Fruta), Gemüse (Cesta de Verdura) oder einer Mischung aus beiden (Cesta Mixta). Darin: von jedem etwas. Und um die Welt nicht komplizierter zu machen, als sie schon ist, kostet jede Zehn-Kilo-Kiste zehn Euro, inklusive Lieferung. Klar, dass sich das Angebot nach der Saison richtet. Seit wann besteht der Service? „Wir haben vor zwei Jahren angefangen, als Corona begann”, erzählt Xisco Caimari von dem Familienbetrieb. „Wir wollten die Leute einfach unterstützen, besonders alte Menschen und diejenigen, die allein leben. Und dann haben wir einfach immer weitergemacht. Die Kunden mögen unser Angebot, so fiel es uns schwer, das wieder aufzugeben. Denn wir haben unseren Sitz im Großmarkt Mercapalma und versorgen normalerweise Restaurants und Geschäfte mit unserer Ware. Und da wir Läden und Lokale ohnehin beliefern, versorgen wir unsere Kunden, die Kisten bestellen, gleich mit.” Gibt es einen Mindestbestellwert? „Ja, zehn Euro. Die Kunden können individuelle Wünsche äußern und auch Waren zusätzlich zu den Kisten bestellen.”

In Sencelles bewirtschaftet Maribel Fuster ihren S’Hortet de na Maria. Sie bietet gleich einen ganzen Fächer an Gemüse- und Obstkisten: von der Cesta Nature Premium Plus mit 15 Gemüsesorten für 30 Euro über die Cesta Nature Mixta (fünf Stück Gemüse, drei Stück Obst) für 18 Euro bis hin zur Cesta Mini Nature, die mit fünf verschiedenen Gemüsesorten bestückt ist (10 Euro). Der Kunde wählt aus dem saisonalen Angebot selbst aus, wie sein Korb jeweils bestückt sein soll. „Im Preis inbegriffen ist die wöchentliche Lieferung frei Haus auf ganz Mallorca, der Mindestbestellwert liegt bei 30 Euro”, sagt Maribel Fuster. Die meisten Produkte, die auch einzeln bestellt werden können, stammen aus eigenem Anbau. Kleiner Extraservice inklusive: Auf ihrer Webseite gibt sie ein paar Gesundheitshinweise. So schreibt sie zur Roten Bete: ein Gemüse reich an Faserstoffen und vielen B-Vitaminen, dazu die Vitamine A und C. Und den Rucola preist sie als kraftvolles Vitaminpaket mit den Vitaminen C, A und E an. Darüber hinaus vertreibt sie Pflaumen- und Aprikosen-Marmelade in der Bio-Version sowie Öko-Eier.

Auf dem Hof Son Gall in Son Sardina nahe Palma sprießen lokale Obstsorten, Salat und Gemüse. Neben einem Online-Shop bietet der Öko-Betrieb eine 4,5-Kilo-Biokiste mit saisonalen Produkten. In der caja sind mindestens fünf, höchstens sieben Produkte. Kostenpunkt: 15 Euro. Für 23 Euro ist die 8,5-Kilo-Kiste zu haben. Sie enthält mindestens neun, maximal 13 unterschiedliche Waren. Was es so gibt momentan? Knoblauch, Artischocken, Broccoli, Süßkartoffeln, Auberginen, Rot- und Blumenkohl, Tomaten und Gurken, Bohnen und Paprika … Allein: Im Moment werden keine neuen Kunden mehr angenommen. Doch es wird neues Land zum weiteren Anbau gesucht. Interessenten können sich daher auf eine Warteliste setzen lassen.

Frisch, heimisch, ohne Chemie: Seit acht Jahren ist Yocomoeco am Start. „Ich esse öko“ bietet Kisten mit erntefrischem Obst und Gemüse zwischen 12 und 20 Euro: von der Cesta básica (8 bis 10 Produkte), über die Cesta mediana (10 bis 12 Produkte) bis hin zur Cesta familiar (15 bis 16 Produkte). In den Körben befindet sich zu 100 Prozent Bio-Ware, zertifiziert etwa von CBPAE, dem Consell Balear de la Producció Agrària Ecològica. Wer dazu noch Milchprodukte, Brot, Mehl, Öl, Honig oder Fleisch- und Wurstwaren braucht, kann das gleich mitbestellen. Das Fleisch stammt von Ecoilla, Mallorcas Kooperative von Landwirten und besonders Viehzüchtern, die sich mit Haut und Haaren der Ökologie verschrieben haben. Gentechnik und chemische Substanzen sind tabu. Und um des besseren Tierwohls willen stammt das Vieh aus Freilandhaltung.

Interessantes Konzept: Die Konsumenten bilden neue Gruppen oder schließen sich einer bestehenden Gruppe an. Die Kunden holen sich ihre bestellten Kisten dann selbst an bestimmten, zentralen Punkten ab. Solche Grupos de Consumo gibt es zum Beispiel in Can Picafort, Inca, Binissalem, Llucmajor oder Marratxí – und natürlich in Palma, wo gleich mehrere über das Stadtgebiet verteilt existieren.

Der Anbieter Bioverdura in der Gemeinde Santanyí macht gerade eine Pause. „Wir pflanzen gerade”, berichtet Alexandre de Folin, „und werden ab April wieder Kisten mit frischer Ernte anbieten. Wir sind insbesondere auf Gemüse spezialisiert.” (lk)

Sant Llorenç,

www.frutamallorca.es/de

Caimari,

www.fruitescaimari.com

Sencelles,

www.shortetdenamaria.es

Son Sardina bei Palma


www.possessiosongall.com

Manacor und Valldemossa

www.yocomoeco.com

Santanyí

Telefon: 693 768 015