Blick auf den Flughafen Frankfurt. | Fraport

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Nachdem am Montagmorgen bereits an sechs Flughäfen die Kontrolleure ihre Arbeit niedergelegt hatten, waren am Dienstag auch die Mitarbeiter in Frankfurt dazu aufgerufen. Dort sollen nur Umsteiger abgefertigt werden. Warnstreiks wurden auch für die Airports Hamburg, Stuttgart und Karlsruhe/Baden-Baden ausgerufen.

In Frankfurt bat der Flughafen-Konzern Fraport Reisende, die am Dienstag in Frankfurt zusteigen wollten, nicht zum Flughafen anzureisen. Es werde während der gesamten Streikdauer keine Möglichkeit geben, den geplanten Flug zu erreichen, hieß es.

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Die Warnstreiks finden wegen des Tarifkonflikts zwischen der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) statt. Die Gewerkschaft verhandelt mit dem Arbeitgeberverband über einen neuen Tarifvertrag für bundesweit etwa 25.000 Sicherheitskräfte, drei Verhandlungsrunden waren bisher ohne Ergebnis geblieben. Beide Seiten wollen sich am 16. und 17. März in Berlin zu weiteren Verhandlungen treffen.

Der Bundesverband der Deutschen Fluggesellschaften e.V. (BDF) reagierte mit Unmut und Unverständnis auf die erneuten Streiks. Geschäftsführer Michael Engel wird mit folgenden Worten zitiert: „Niemand hat Verständnis für diese Streiks. Es sind auch keine Warnstreiks mehr. Vielmehr versucht Verdi überzogene und völlig unsolidarische Forderungen auf Kosten der Passagiere und zulasten der besonders krisengebeutelten Luftverkehrsbranche durchzusetzen. Diese Streiks sabotieren die weitere Erholung des Luftverkehrs und verursachen durch die vielen Flugausfälle weiteren wirtschaftlichen Schaden für alle in der Branche.“

Die kurzfristigen Streikankündigungen führen laut BDF zu hundertfachen Annullierungen und nehmen die Fluggäste in Geiselhaft, die keine Möglichkeit haben, sich auf die Flugausfälle einzustellen.