Auf Mallorca werden immer wieder Luxusuhren gestohlen. | J. Torres

Einem russischen Staatsbürger, der am Flughafen von Mallorca mit einer nicht versteuerten Luxusuhr erwischt wurde, droht nun eine Gefängnisstrafe. Zudem fordert die Staatsanwaltschaft eine Geldstrafe in Höhe von 250.000 Euro. Bei der Uhr handelt es sich um eine Breguet Classique im Wert von 190.000 Euro, die er am Tag vor dem Flug in der Schweiz gekauft hatte. Der Vorfall geht auf den 13. Februar 2020 zurück. An diesem Tag wurde der Reisende an der Zollstelle in Palmas Flughafen Son Sant Joan angehalten. Auch seine Begleiterin, die eine Uhr im Wert von 1200 Euro trug, soll diese nicht korrekt versteuert haben.

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Einen Tipp hatten die spanische Behörden im Vorfeld von den Schweizer Kollegen bekommen. Auch in Palma hat der Russe die Luxusuhr nicht deklariert und die entsprechende Mehrwertsteuer in Höhe von 36.000 Euro nicht gezahlt. Daraufhin wurde ein Strafverfahren wegen eines Schmuggeldelikts eingeleitet, das an diesem Donnerstag vor Gericht verhandelt wurde. In der Anhörung verteidigte sich der Angeklagte damit, dass es sich bei seinem Verhalten um einen Irrtum gehandelt habe und er sich nicht bewusst gewesen sei, dass er dieses Gut anmelden müsse. Zudem habe er die Luxusuhr nur für den Eigenbedarf genutzt und nicht vorgehabt, das Schmuckstück zu verkaufen.

Immer wieder Wirbel um Luxusuhren

Auf Mallorca gibt es immer wieder Wirbel um nicht versteuerte oder gestohlene Luxusuhren. An diesem Donnerstag wurden zwei Italiener wegen Diebstahls einer Patek Phillippe-Uhr zu Gesamtgefängnisstrafe von fünf Jahren und drei Monaten verurteilt. Die Männer hatten am 24. August 2018 dem Politiker Adolfo Suárez Illana, dem Sohn vom Adolfo Suárez, Spaniens erstem Ministerpräsidenten nach der Rückkehr zur Demokratie, die Luxusuhr in Höhe von 30.050 Euro in Palmas Innenstadt vom Handgelenk gerissen.