Die neue Busspur auf der Flughafenautobahn ging vergangene Woche an den Start. | UH

Seit über eine Woche ist die neue Bus- und Expressspur auf der Flughafenautobahn von Palma de Mallorca in Betrieb. Zu Beginn gab es viel Kritik an dem neuen Fahrstreifen– so viel, dass die Behörden bereits erste kleinere Änderungen haben vornehmen müssen. Eine der spannendsten Fragen in Zusammenhang mit der VAO-Spur ist sicherlich, wie viel Zeit man eigentlich auf dem Weg vom Flughafen in die Stadt spart, wenn man sie benutzt – egal ob als Passagier in einem Bus, einem Taxi oder in einem privaten Pkw. In der Studie, die das Landesverkehrsministerium seinerzeit beim spanischen Verkehrsministerium vorgelegt hat, um die Genehmigung für die Einrichtung der Spur zu erhalten, wird geschätzt, dass jeder Fahrgast durchschnittlich 1,8 Minuten einspart. Jeder, der die neue VAO-Spur nicht nutzen kann oder will, verliert 2,4 Minuten, da nunmehr nur noch einer beziehungsweise zwei "Normale" Fahrstreifen zur Verfügung stehen.

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Das Dokument weist ferner darauf hin, dass sogenannte Bus-Vao-Spuren in anderen Städten bereits seit Jahrzehnten als Mittel zur Förderung des öffentlichen Nahverkehrs und der Reduzerung von Schadstoffemissionen eingesetzt werden. Die neue Bus-Spur auf Mallorca war vergangene Woche Woche auf dem Asphalt eingezeichnet worden und ging vor zehn Tagen offiziell an den Start. Sie darf von folgenden Fahrzeugen befahren werden: öffentliche und private Busse, Privat-Pkw mit zwei oder mehr Insassen, Taxis, Motorräder, Fahrzeuge für Personen mit eingeschränkter Mobilität, Fahrzeuge mit Null-Emissions-Schildern sowie Notdienstfahrzeuge von Polizei, Ambulanz und Feuerwehr. Von den 70.000 Fahrzeugen, die die Autobahn zu Spitzenzeiten nutzen, sind etwa 13.500 zum Befahren der neuen VAO-Spur berechtigt, wie das balearische Verkehrsministerium schätzt.

Der betroffene Abschnitt der Ma-19 zwischen dem Airport und der City gilt als problematisch, weil es dort vor allem in den Sommermonaten oft zu langen Staus kommt. Aus diesem Grund befürchteten Autofahrer bereits im Vorfeld, dass die neuen Vorschriften die Verkehrsüberlastung eher verschärfen werden. Vor allem, weil es – wie oben genannt – zwischen der Anschlussstelle El Molinar (Ausfahrt 4) und der Abfahrt Nou Llevant (Ausfahrt 3) in Richtung Innenstadt jetzt nur noch eine Spur gibt, die von allen Fahrzeugen befahren werden darf. Der Inselrat weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Bus-VAO-Spur nicht dazu dienen wird, den Verkehr kurzfristig zu entlasten, sondern dass das Ziel vielmehr darin bestehe, die Einfahrt zur Stadt neu zu organisieren.