Der Berufsverband der Guardia Civil fordert für seine Beamten eine Sonderzulage auf den Balearen. | Guardia Civil

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Immer weniger Kräfte der Guardia Civil wollen ihren Dienst auf Mallorca und seinen Nachbarinseln verrichten. Grund: Die Lebenshaltungskosten, insbesondere die Mieten, sind zu hoch. Der Berufsverband der Guardia Civil (Jucil) hat deshalb am heutigen Sonntag eine Verbesserung der Gehälter der Einsatzkräfte auf den Balearen gefordert, um ihre Abwanderung auf das Festland zu verhindern. Die Balearen seien zu einem „unerwünschten Ziel” für viele Beamte geworden, die ihr Berufsleben als Praktikanten beginnen oder sich für eine erste Stelle in einer der Spezialisierungen der Guardia Civil entscheiden, erklärte der Verband.

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Bereits im Jahr 2018 wurde eine spezielle Produktivitätszulage für die auf Ibiza, der am stärksten betroffenen Insel, diensttuenden Zivilschutzbeamten bereitgestellt. Jucil wies jedoch darauf hin, dass sich das Problem inzwischen auf alle Balearen-Inseln ausgeweitet hat, und forderte daher die spanischen Ministerien des Inneren und der Finanzen auf, unverzüglich und mit größter Dringlichkeit einen Haushaltsposten zu schaffen, aus dem die Sonderzulage für alle Beamten auf den Balearen bezahlt werden kann.

Jucil warnte vor den Folgen der Verschlechterung, unter der das Personal auf den Balearen seit Jahren leidet. Der Verband wies im Zusammenhang mit der kontinuierlichen Abwanderung von Beamten der Guardia Civil darauf hin, dass die Balearen Spaniens Autonome Region mit dem höchsten Einwohnerzuwachs in den vergangenen 20 Jahren sind. Die Zahl der Einwohner sei zwischen 2002 und 2020 um eine halben Million Personen gestiegen. Diese Tendenz werde sich weiter verstärken. Die Guardia Civil, so betont Jucil, sei auf 90 Prozent der Balearen für die Sicherheit zuständig.