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Die Stadt Palma macht nach den Worten ihres Bürgermeisters José Hila Ernst im Kampf gegen Alkoholexzesse an der Strandpromenade der Playa de Palma. Die dem Rathaus unterstellte Lokalpolizei hat allein in den vergangenen sechs Tagen 163 Bußgeldbescheide in Höhe von insgesamt 244.000 Euro wegen Gruppenbesäufnissen in erster Strandlinie ausgestellt. Die Maßnahmen hatten erstmals am 10. Juni begonnen "und werden auch an diesem Wochenende wieder fortgesetzt", betonte Hila am Freitag vor den Medien.

Der Kampf gegen Alkoholexzesse in der Öffentlichkeit werde die gesamten Sommermonate andauern und so lange weitergehen, bis sich ein Wandel an der Playa de Playa einstelle, sagte Hila. "Natürlich lassen sich Tendenzen, die seit 20 Jahren andauernd, nicht innerhalb eines Sommers abstellen. Aber wir haben mit der Arbeit begonnen."

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Nach Hilas Worten will die Stadtverwaltung mit diesen Maßnahmen nicht Einnahmen generieren sondern abschrecken. Wer einmal eine hohe Geldstrafe erhalten hat, der wolle in der Regel keine zweite riskieren. Angezeigt wurden Personen, die in Gruppen am Strand oder auf der Promenade lautstark Alkohol konsumierten. "Diese Art von Tourismus wollen wir nicht mehr haben", betonte Hila. Die Geldbußen betragen 1500 bis 3000 Euro.

Palmas Polizeidezernentin Angélica Pastor zog einen Vergleich mit dem vergangenen Sommer. Wegen Alkoholexzesse im öffentlichen Raum seien im gleichen Zeitraum vor einem Jahr lediglich 18 Geldbußen verhängt worden. Nach ihren Worten sind in diesem Sommer zudem mehr Beamte der Lokalpolizei im Einsatz, um an der Playa de Palma für Sicherheit zu sorgen. Vor einem Jahr seien es "etwas über 40" gewesen, in diesem Sommer seien 112 Beamte zum Dienst eingeteilt.

Seit Beginn der touristischen Sommereinsätze der Polizei vor drei Wochen sind nach Pastors Angaben zudem 285 Verfahren gegen ambulante Straßenhändler eingeleitet worden sowie 143 Verfahren gegen Händler, die verderbliche Waren wie Obst und Getränke am Strand verkauften. Die Polizei habe darüber hinaus drei Gruppen von Hütchenspielern im Visier. Insgesamt sei durch die höhere Polizeipräsenz die Zahl der ambulanten Händler, der Hütchenspieler und afrikanischen Prostituierten an der Playa de Palma geringer als im Vorjahr.