Palma und deutsches Konsulat gemeinsam gegen "Sauftourismus"

| | Palma, Mallorca |
Deutsche Konsulin Sabine Lammers, britische Vizekonsulin Lucy Gorman, Palmas Bürgermeister Toni Noguera bei einer Sitzung im Rat

Deutsche Konsulin Sabine Lammers, britische Vizekonsulin Lucy Gorman, Palmas Bürgermeister Toni Noguera bei einer Sitzung im Rathaus.

Foto: P. Lozano
Deutsche Konsulin Sabine Lammers, britische Vizekonsulin Lucy Gorman, Palmas Bürgermeister Toni Noguera bei einer Sitzung im RatPalmas Bürgermeister Toni Noguera bei seiner Ansprache im Rathaus von Palma

Palmas Bürgermeister Antoni Noguera hat an diesem Mittwoch die deutsche Konsulin Sabine Lammers und die britische Vizekonsulin Lucy Gorman zu einem Gespräch ins Rathaus eingeladen. Mit der Konsulin sprach Noguera über Möglichkeiten, unerwünschte Alkoholexzessen an der Playa de Palma zu unterbinden.

Im Anschluss an die Sitzung stand der Bürgermeister für Fragen der überwiegend deutschen Pressevertretern bereit. Die Konsulin ließ ausrichten, den Medien nicht zur Verfügung zu stehen.

Geeinigt habe man sich, so Noguera, dass gemeinsam an einer Lösung zu arbeiten sei. Zwar handele es sich nur um einige wenige Urlauber, die am Ballermann exzessiv Alkohol trinken und sich dann daneben benehmen, jedoch wären die Vorfälle der jüngsten Vergangenheit ausschlaggebend, um dem "Sauftourismus" ein Ende zu bereiten. Zum einen schade das Klientel dem Image der Insel und dem der deutschen Urlauber, zum anderen, so Noguera: “Haben wir absolut keine Toleranz für Gewalt oder Rassismus.”

Geplant sei, in Zukunft enger mit den verantwortlichen Institutionen zusammenzuarbeiten. Damit sind Reiseveranstalter gemeint, lokale Unternehmer sowie hiesige und deutsche Medien. Im Gespräch sei auch, über Anzeigen in den Medien für Qualitäts- und gegen Sauftourismus zu werben.

Später traf sich die Konsulin mit Vertretern der Hoteliersvereinigung an der Playa de Palma. Auch dort wurde über das Thema Qualitätstourismus diskutiert. Der Präsident des Verbands, Francisco Marín, machte deutlich, dass die Hotelbetreiber in den vergangenen Jahren sukzessive in den Qualitätsoffensive investiert haben. Dennoch habe sich am Urlauber-Klientel in diesem Bereich noch nicht viel geändert.

Der Verband möchte nun "mit Maßnahmen" gegen die Problematik vorgehen, heißt es ist einer Pressemitteilung. Marín hofft dabei auf Unterstützung der Konsulin. Lammers versichterte, einen direkten Kontakt zwischen dem Hotelverband und dem deutschen Botschafter herzustellen. Dieser soll im Oktober nach Mallorca reisen und sich dann ein Bild von der Playa de Palma machen.

Kommentar

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Hopfen / Vor über 3 Jahren

Wenn ein Politiker seine Karriere damit beginnt die Deutschen als "Abschaum" zu betiteln, fragt man sich welches Niveau sprachlicher Art da noch kommen wird. Es gibt viele deutsche Urlauber, wie wir, die das Hinteland der Insel schätzen und den Abend in leinen lokalen Restaurantes verbringen. Diese Urlauber bringen sehr viel Geld auf die Insel. Wenn man mich aber als Abschaum bezeichnet, wird diese Insel nicht mehr besucht, ganz einfache Konsequenz. Es gibt andere schöne Inseln im Mittelmerr oder anderen Regionen der Welt, Grichenland z.B. Viel Erfolg mit den weiteren Beleidigungen.

nicklos / Vor über 3 Jahren

@MALLORCAFan ;-)))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))

Alois / Vor über 3 Jahren

Vorglühen..., da muß man sich nur einmal abends in AI-Hotelnähe setzen, dann erübrigt sich diese Diskussion . Mit vollen Pappbechern, gerne 2, schon ziemlich angeheitert verläßt diese Klientel kurz vor Mitternacht die Hotels.. ist doch bis 24.oo alles gratis..Den Alkoholausschank, der nichts kostet, in diesen Hotels einfach zurückfahren.. und dann mal schauen

MALLORCAFan / Vor über 3 Jahren

Grundsätzlich sind alle Menschen, die auf Mallorca Urlaub machen, freie Menschen. Und jeder freie Mensch, egal ob Frau oder Mann, kann für sich selber entscheiden. Ich habe auf Mallorca noch NIE gefüllt, dass ich zum Saufen gezwungen werde. Das bitte entscheidet Jede bzw. Jeder für sich selbst. Sogar jene, die nahe am hirnlosen Zustand dahin vegetieren. Und wen es nicht reicht, sollte die Polizei ihres Amtes walten.

Kaspa / Vor über 3 Jahren

Schaft erst mal all in cludet ab und dann kommen auch nicht mehr die harz4 idioten das macht die insel kaput

Hajo Hajo / Vor über 3 Jahren

Huja15@ Sie haben vollkommen Recht. Denn die Profitjäger sind diejenigen, die sich daran eine goldene Nase verdienen. Dies mal vorweg.

ABER - und dass ist das eigentliche Ptoblem, bisher führte jede Aktion auf der Welt die der "Prohibition" näher kommt, nur zur Illegalität Alkohol zu beschaffen und die Mafia liefert was gebraucht wird. Und der Schmuggel blüht, siehe Schweden.

Huja15 / Vor über 3 Jahren

Liebe Inselregierung, bekämpft bitte das Problem und nicht die Symthome! Wenn Bier und Party publiziert und hektoliterweise Alkohol ausgeschänkt wird, werden auch immer Aggressionen freigelegt. Nehmt die Veranstalter und Hoteliers mit in die Pflicht und ihr werdet sehen, sobald es ihnen ans Geld geht wird ein Umdenken einsetzen!

rokl / Vor über 3 Jahren

Avanti Diletanti !!!!! Alle sind Schuld, nur die örtlichen Verantwortlichen nicht. Und der Botschafter kommt erst im Oktober. Und was soll er da tun? Die Polizisten an den Playas sollen einfach nur hinschauen und die Vorschriften anwenden. Das reicht. Macht aber Arbeit und Ärger. Im übrigen hat es Platz genug für Alle.

Schlaudia Kiffer / Vor über 3 Jahren

Die sehen aber ganz schön versoffen aus. Kann aber auch täuschen. Was meint Ihr?