So bewertet Mallorca den Wahlausgang in Katalonien

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Aumenta un 180 % la solicitud de voto por correo en Catalunya respecto al año 2017.

Katalonien hat am vergangenen Wochenende ein neues Parlament gewählt. Sozialisten wurden stärkste Kraft.

Foto: ARCHIVO

Katalonien hat ein neues Regionalparlament gewählt – und die sozialistische Partei der Balearen reklamiert den Sieg für sich. Ihre katalanische Schwesterpartei PSC wurde stärkste Kraft mit 22,96 Prozent der Stimmen. Das sind 1,6 Prozentpunkte Vorsprung.

Bei den Sitzen im Parlament liegen die Sozialisten allerdings gleichauf mit den Separatisten der Esquerra-Partei. Beide erreichen 33 Mandate. Deshalb sieht auch die mallorquinische Partei Més per Mallorca in dem Abstimmungsergebnis Signalwirkung. Und zwar für das Recht der Katalanen, erneut in einem Referendum über die Unabhängigkeit zu entscheiden.

Diese Deutung der Wahl rührt auch daher, weil Esquerra mit einer weiteren für die Unabhängigkeit einstehenden Partei koalieren könnte: mit Junts per Catalunya. Der Sprecher von Més per Mallorca, Antoni Noguera, sagte: "Wir sind glücklich, dass die Linke und das Recht auf eine freie Entscheidung an Kraft gewonnen haben."

Auch der Senator der Sozialisten auf Mallorca PSIB, Cosme Bonet, gesteht ein, dass sich eine Mehrheit der Separatisten gebildet habe. "Aber die Sozialisten sind zurück", sagte er in Bezug auf die Verdoppelung der Stimmen der Sozialisten. Er vertraut darauf, dass es eine Bewegung gibt, die die Dynamik einer Abspaltung brechen kann.

Die Wahlbeteiligung bei der katalanischen Regionalwahl fiel auf 53,56 Prozent. 2017 lag sie noch bei 79,09 Prozent. Die Corona-Pandemie ließ viele Wähler vor dem Urnengang zurückschrecken. Der amtierende Ministerpräsident Kataloniens, Pere Aragonès, wandte sich bereits an den spanischen Ministerpräsidenten Sánchez, über ein neues Referendum zu verhandeln.

Hingegen rief der Spitzenkandidat der Sozialisten, Salvador Illa, Spanier und Katalanen zur Versöhnung auf. "Hoffnung ist stärker als Angst", sagte er. Er meldete gleichzeitig Anspruch auf das Amt des regionalen Regierungschefs an. (ps)

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Hajo Hajo / Vor 8 Tage

M.@ Wieviele Jahre dauern die Beitrittsverhandlungen eines völlig neuen Staates den es vorher nicht gab, um in die EU zu kommen? Und wovon lebt er dann bis es soweit ist? Und ohne einer neuen Verfassung und geschaffener Rechtstaatlichkeit mit Anerkennung durch die Völkergemienschaft, gibt es keine solchen Verträge mit der EU.

M. / Vor 11 Tage

@Hajo Hajo: Sind Sie sicher, dass Sie alle Detals der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung Kataloniens kennen? Warum sollte ein selbständiges Südtirol oder Katalonien nicht der EU beitreten? Beide Regionen sind weit wirtschaftsstärker als die baltischen Staaten.

Hajo Hajo / Vor 13 Tage

Für den Fall dass es so kommt, wird es auch die Fähren zu den Balearen betreffen, die vom Festland abfahren. Gut dass es sie mittlerweile auch von Toulon in Frankreich gibt, die dann das Geschäft machen. Spart jede Menge Autobahnkilometer ein.

Die Fährtickets für die Fahrt von Alcudia nach Toulon beginnen bei 20€ für einen Economy-Sitzplatz. Es wird empfohlen, die Fährtickets für die Fährstrecke Mallorca-Frankreich im Voraus zu buchen, da sie vor allem im Sommer schnell ausverkauft sein können!

Bisher bieten 3 Reedereien Routen nach Mallorca an: Trasmediterranea, Balearia und Corsica Linea. Sie können mit der Fähre von Spanien, Menorca, Ibiza, Formentera und Frankreich nach Mallorca reisen. Die Abfahrten werden von """12 Überfahrten pro Woche bis zu 3 Überfahrten pro Tag""" angeboten. (nicht Kreuzfahrer sind ein Problem :-))

Die Redereien werden mit Sicherheit ihre Pläne ändern und mehr Routen und Kapziatät anbieten, wenn es zum "Kataxit" kommt, die Katalonien meiden. Das haben sie zum Brexit auch gemacht.

Hajo Hajo / Vor 13 Tage

Ach ja, noch vergessen. Katalonien würde auch keinen Cent mehr von Brüssel ergalten. Nichts würde mehr subventioniert. Vor allen die Landwirtschaft wären die größten Verlierer. Alle Abkommen die Spanien weltweit und in Europa geschlossen hat, können sie auch nicht mehr nutzen. Sie müssen wie Adam und Eva von vorne anfangen. nachdem sie das Paradies verlassen haben.

Hajo Hajo / Vor 14 Tage

Wenn endlich mal Vernunft einkehren und die Separatisten sich am Desaster des Brexit im "Vereinigten Königreich" orientieren würden, dann wäre ein für alle mal Ende mit diesem Unfug.

Denn wenn Katalonien aus der EU ausscheiden muss, weil nicht mehr zu Spanien gehörig, können sie sich ihre Automobilbranche (Seat) abschminken. Denn sie ist der größte Arbeitgeber und Exporteure mit bisher ungehindertem Zugang zum Binnenmarkt. Eigentümer VW würde sich einen Austritt bestimmt nicht ohne Reaktion gefallen lassen und das Werk stillegen, bzw. dem in Portugal anschliessen. Denn durch die Zölle würde sich der Preis der Autos verteuern. Auch die Frage der künftigen Währung ist nicht geklärt? Wieder Pesetas? EURO weiter als Schwarzwährung?

Schaut Euch mal auf der Karte an, WO Katalonien liegt, dann versteht Ihr, dass bisher alle die nach Spanien wollen oder durch müssen z.B. Giberaltar, ab Französischer Grenze durch Katalonien müssen. Auch der gesamte Güter- und Warenverkehr, sowie der Tourismus. Bei Austritt aus der EU würde es so gehen wie jetzt GBR, mit Zoll für Ein und Ausfuhr, Kontrollen und Papierkram, und km langen Staus an der Grenze. Der Gesamte Reiseverkehr würde genau so abgewickelt wie nach Russland oder Nigeria. ->> EU-Ausland. Den Ausweg über die Pyrenäen würde wohl keiner gerne machen wollen.

Prekär wäre, dass alle Katalanen die im Mutterland und deren Staatsorgane arbeiten ihren Job verlieren, oder den Pass wechseln müssten. Denn sie sind ja dann Ausländer mit eigenem neuen Pass der ja infolge der neuen Staatsgründung nötig wird.. Auch die in den "gemeinsamen" Sicherheitskräften w.z.B. Armee, Justiz, Polizeidiensten, Küstenschutz, etc. Mir ist absolut unverständlich was die Separatisten wollen? Sie müssen einen neuen Staat gründen.

Das deshalb alle Gesetze und die Verfassung neu geschrieben oder geändert werden müssen, also alles was die EU und Spanien darin betrifft, haben sie auch nicht verstanden. Auch nicht dass sie dann als Neulinge der Völkergemeinschaft beitreten müssen sowie anderen Welt-Organsisationen.

Thomas / Vor 16 Tage

Leider musste man am Sonntag nach der Wahl wieder feststellen, auch in Teilen von Spanien setzt sich die Linke Verblödung fort.

Majorcus / Vor 16 Tage

@Burkard: Ihre "Logik" mag ja bei einfachereren Gemütern wirken - aber bei Einstimmigkeits-Entscheidungen der EU sind noch mehr Einzelstaaten ein großes Problem ... Wenige große Länder sind einfacher zu handhaben!

Steven / Vor 16 Tage

Oh @Majorcus ist jetzt auch noch @bluelion, sie haben echt nichts zu tun oder. NAZIS raus bitte.

Asterix / Vor 17 Tage

@Michel und Freedingsfighter: und da wundert ihr euch, das euch keiner ernst nimmt? Grade du Michel, der sich in einem anderen Beitrag darüber beklagt, das man, wenn man sachlich argumentiert, in eine Ecke geschoben wird. Nennst du das sachliche Argumentation?? Echt jetzt?

Khaled / Vor 17 Tage

@Michel: Wie ist es nur möglich, dass Leute wie du frei rumlaufen und so krude Beiträge schreiben können, die man mit einem Minimum an Vernunft nur als tumbe Verschwörungsmärchen verstehen kann?