Oktober 2022: Barcelonas Alexia Putellas nach dem Gewinn des Ballon d'Or der Frauen. | Benoit Tessier/Reuters

TW
0

Mit der wieder genesenen zweimaligen Weltfußballerin Alexia Putellas sowie drei Spielerinnen, die aus Protest eigentlich nicht mehr für die Nationalmannschaft spielen wollten, geht Spanien in die Frauenfußball-WM. Die 29-jährige Putellas, die wegen eines Kreuzbandrisses im vergangenen Jahr die EM verpasst hatte, gehört wie Aitana Bonmati, Mariona Caldentey sowie Ona Batlle zum 23-köpfigen Kader für die Weltmeisterschaften vom 20. Juli bis 20. August in Australien und Neuseeland.

Bonmati, Caldentey und Batlle haben offenbar ihre Position gegenüber dem Verband und dem kritisierten Trainer Jorge Vilda geändert, wohingegen Abwehrchefin Mapi Leon, Mittelfeldspielerin Patri Guijarro und Torfrau Sandra Panos vom Champions-League-Sieger FC Barcelona nicht dabei sind.

Ähnliche Nachrichten

Das Sextett gehörte im September 2022 zu insgesamt 15 Spielerinnen, die gebeten hatten, vorerst nicht mehr für die Auswahl berücksichtigt zu werden. Der spanische Fußball-Verband RFEF hatte daraufhin vom Rücktritt der Spielerinnen gesprochen, die das aber umgehend dementierten. Sie hätten auch nicht den Rücktritt des Trainers gefordert.

Die Spielerinnen hatten sich laut Medien darüber beklagt, dass nicht näher beschriebene „Vorkommnisse“ ihren „emotionalen Zustand“ und ihre Gesundheit „in wichtiger Form“ beeinträchtigten. Der Verband hatte als Voraussetzung für die Wiederberücksichtigung eine Entschuldigung der Spielerinnen verlangt. Der 41 Jahre alte Vilda ist seit 2015 Chefcoach der spanischen Frauen. Spanien trifft bei der WM in der Gruppenphase auf Costa Rica, Sambia und Japan.