Iberostar informiert deutsche Reiseexperten vor Ort über Lage auf Mallorca

| | Mallorca |
Ein Moment der Podiumsdiskussion. Die Tagung fand im Außenbereich des Iberostar-Hotels Selection Playa de Palma am Sonntagabend statt.

Ein Moment der Podiumsdiskussion. Die Tagung fand im Außenbereich des Iberostar-Hotels Selection Playa de Palma am Sonntagabend statt.

Foto: Pere Bota

Der mallorquinische Hotelkonzern Iberostar hat am Sonntagabend in seinem Hotel Selection Playa de Palma bei einer Fachtagung rund 100 Reisebüromitarbeiter und hochkarätige Tourismusexperten aus Deutschland über die ergriffenen Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus auf Mallorca informiert.

Bei einer Podiumsdiskussion im Garten des Fünf-Sterne-Hotels betonten Iberostar-Präsident Miquel Fluxá und die balearische Gesundheitsministerin Patrícia Gómez, dass alle Bemühungen das Ziel haben, Mallorca zu einer "sicheren Reisedestination" für deutsche Urlauber zu machen. Die Pandemie sei das Schlimmste, was dem Tourismus passieren konnte, sagte Fluxá. Aber gleichzeitig zeigten sich jetzt die Stärken Spaniens und der Balearen als Reiseziel sowie das Engagement der Branche, die Probleme zu überwinden, berichtete die spanische Tageszeitung Ultima Hora am Montag.

Gesundheitsministerin Gómez betonte: "Sie wissen, dass wir hier herrliche Strände und gute Hotels haben, aber Sie müssen auch wissen, dass wir über ein ausgezeichnetes Gesundheitssystem verfügen."

Der Condor-Hauptgeschäftsführer Ralf Teckentrup sagte, sein Unternehmen habe sich seit Wochen auf die Aufnahme des Flugbetriebs mit Mallorca vorbereitet. Nach seinen Worten werde Condor allein im August wieder 1000 Flugbewegungen von und zur Insel ausführen. Allerdins seien das nur etwa halb so viele wie in einem normalen August. Mallorca profitiere indes als nahes Ziel mit wenigen Stunden Flugzeit. Das sei ein Anreiz für Menschen, die jetzt mit Schutzmasken keine Langstrecken fliegen möchten.

Der Präsident des Deutschen Tourismusverbandes (DRV), Norbert Fiebig, ging davon aus, dass die Tourismuszahlen von 2019 sich erst wieder in zwei Jahren erreichen lassen dürften. Die Krise hinterlasse Spuren, weil Familien an Liquidität verlieren. Dies könnte Auswirkungen auf deren Urlaube haben. Fiebig sprach die Hoffnung aus, dass mit einem Impfstoff das Problem schneller gelöst werden könnte.

Sven Schikarsky, zuständig für den Bereich Sonne und Strand des deutschen Reiseveranstalters DER Touristik, sagte, wie wichtig es ist, dass die Reisedestinationen das Sicherheitsproblem ernst nehmen. Nach seinen Worten sei es derzeit schwierig, Reisen für Länder wie die Türkei, Tunesien und Ägypten zu vertreiben.

Finn Ackermann, Global Sales Director von Iberostar, schloss Preissenkungen für Hotelangebote weitgehend aus. "Wir müssen Angebote machen, um den Markt zu stimulieren, aber unsere Prämisse muss immer Qualität bleiben", betonte er. Nach seinen Worten werde Iberostar von seinen 15 Hotels auf Mallorca 5 öffnen, bei einer maximalen Auslastung von lediglich 70 Prozent der Kapazität, um Mindestabstände zu garantieren. Sollte in einem Iberostar-Hotel ein Gast am Coronavirus erkranken, dann werde nicht das gesamte Gebäude unter Quarantäne gestellt. Vielmehr werde der Gast samt seinen Angehörigen in einer alternativen Unterkunft des Konzerns isoliert – auf Kosten des Unternehmens.

Lufthansa-City-Center-Vorstand Markus Orth unterstrich die Bedeutung der Informationstagung auf Mallorca für die Reisebranche. Auf diese Weise könnten die Reisebüromitarbeiter und Fachleute ihren Kunden erklären, dass Reisen jetzt möglich seien. Er zeigte sich überzeugt davon, dass Mallorca und Iberostar "ihre Hausaufgaben gemacht haben". Ungeachtet der Tatsache, dass die Konsumenten derzeit eher zögerlich bei der Urlaubsplanung seien, stehe Mallorca ganz oben auf der Liste ihrer Präferenzen.

Das Fazit aller Teilernehmer: Mallorca ist derzeit die am besten positionierte Destination im europäischen Tourismus. (as)

Kommentar

Nutzungsbedingungen

Rechtlicher Hinweis

» Der Inhalt der Kommentare spiegelt die Meinung der Nutzer wider, nicht die von mallorcamagazin.com

» Es ist nicht erlaubt, Kommentare abzuschicken, die gegen das Gesetz verstoßen oder unangebrachte, beleidigende oder ehrverletzende Inhalte haben.

» mallorcamagazin.com behält es sich vor, unangemessene Kommentare zu löschen.

* Pflichtfelder

Majorcus / Vor 9 Tage

Warum haben Gewerkschaften hier keine Stimme?