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In erster Meereslinie den Panoramablick auf die Bucht von Alcúdia genießen, dabei die nackten Füße in den Sand verbuddeln. Das ist zum Beispiel in dem Strandlokal Can Gavella in der urtümlichen Siedlung Ses Casetes des Capellans im Inselnorden bei Can Picafort an der Playa de Muro möglich. Im Hintergrund läuft leise Lounge-Musik, schon vormittags füllt sich die Strandbar mit einheimischen Gästen und Urlaubern.Derweil herrscht am Strand Hochbetrieb: Kinder bauen Sandburgen, zahlreiche Einheimische und Urlauber erfrischen sich im kristallklaren Wasser.

Immer wieder versuchen neugierige Strandbesucher einen freien Tisch in dem Lokal zu ergattern. Doch ohne Reservierung ist das an einem Sonntag nahezu unmöglich. „Bis 18 Uhr haben wir keine Tische mehr frei”, erklärt ein Kellner.

Insgesamt gibt es an dem Playa-Abschnitt drei Strandbars, auf Spanisch „Chiringuitos”: Ponderosa Beach, Olimpia Opa & Oma und das Can Gavella. Alle Lokale bieten neben Softgetränken und eigenen Cocktail-Kreationen auch mediterrane und internationale Köstlichkeiten an: Paella, Pasta, Burger, Tapas oder fangfrischen Fisch – und das zu einem fairen Preis-Leistungs-Verhältnis.

Doch die dortige Außengastronomie könnte schon bald der Vergangenheit angehören. Zuletzt verweigerte die spanische Küstenbehörde, Betriebslizenzen für die Strandbuden auszustellen. So droht den Lokalen in naher Zukunft die Schließung der Außenterrassen. Sonnenschirme und Tische dürften dann nicht mehr auf dem Sand installiert werden. Der Grund dafür ist vor allem die Küstennähe und das angrenzende Naturschutzgebiet mit Dünen. In Spanien gibt es seit 1988 ein dementsprechendes Küstenschutzgesetz, das Gastronomiebetriebe in unmittelbarer Küstennähe verbietet. Und die Behörde macht Ernst. So wurden in den vergangenen Jahren etwa am Naturstrand Es Trenc im Inselsüden diverse Chiringuitos beseitigt und durch montierbare Buden ersetzt.

Die Gemeinde Muro, zu der der Strandabschnitt gehört, legte Widerspruch ein. Das Rathaus will den Gastwirten, die während der Pandemie keine Einnahmen hatten, den Rücken stärken. Letztlich müssen Gerichte die Situation klären. Solange bleiben die Strandbuden vorerst geöffnet.

Erreichen lässt sich der Strand bequem mit dem Auto. Wer allerdings nicht allzu weit laufen will, sollte sich an den Wochenenden bereits früh auf den Weg machen. Denn meist ist der angrenzende Parkplatz bereits vor 11 Uhr zugeparkt. Viele Besucher müssen dann auf entferntere Nebenstraßen ausweichen.

Da sich die drei Kult-Chiringuitos in Ses Casetes des Capellans großer Nachfrage erfreuen, müssen Tischreservierungen vorab online getätigt werden. Die Wirte setzen auf strenge Stornierungsrichtlinien. Sollte eine Buchung gecancelt werden, muss sie mindestens 24 Stunden vorab annulliert werden, damit keine Reservierungskosten anfallen.

Ein Besuch lohnt sich in jedem Fall: Diese Urlaubsatmosphäre mit Panora-mablick und gutem Essen rundet einen Strandtag einfach perfekt ab.