Der Luxustourismus auf Mallorca boomt

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Auch die Privatjets sind Teil des Phänomens rund um den Luxustourismus.

Auch die Privatjets sind Teil des Phänomens rund um den Luxustourismus.

Foto: Symbolbild Archiv

In diesem Sommer hat sich Mallorca zum Hauptreiseziel des Luxustourismus im Mittelmeerraum entwickelt. Jesús Cuartero, Vorsitzender von Essentially Mallorca, der Vereinigung von Unternehmen aus dem Luxussegment, sagte: "Mallorca gilt als sicherer Reiseort und das hat die große Entwicklung in diesem Sektor ermöglicht." Das Geschäftsvolumen wird die Umsätze von 2019 übertreffen. Insgesamt wurde damals auf den Balearen im Luxussektor eine Milliarde Euro Umsatz erwirtschaftet.

Zudem hätten Werbekampagnen, welche die Insel als Luxusdestination vorstellen, Früchte getragen. So seien hochpreisige Hotels in diesem Sommer zu 90 Prozent ausgelastet gewesen. Auch die Buchungslage für Herbst und Winter sei gut, so Jesús Cuartero.

Mehrere Branchen profitieren von den zahlungskräftigen Urlaubern: Darunter sind Hotels, Restaurants, der Nautiksektor sowie Chauffeurdienste. 46 Prozent der Luxusreisenden machen 10 Tage Urlaub auf Mallorca, 30 Prozent bleiben länger als zwei Wochen, während 21 eine Woche auf der Insel weilen. Drei Prozent reist nach weniger als einer Woche wieder ab.

Hauptsächlich stammt das Klientel aus Deutschland und Großbritannien. Durchschnittlich geben diese Art von Urlaubern 5000 Euro am Tag auf der Insel aus.

Kommentar

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Michael Düsseldorf / Vor 15 Tage

@Hajo Hajo Das beschreibt exakt den wesentlichen Unterschied: der gewöhnliche Tourist ist meist beständig und seine Reisen für Veranstalter daher langfristig kalkulierbar; der Jetset-Tourist ist hingegen unbeständiger und daher lässt sich mit ihm kaum ein dauerhaft stabiles Geschäft betreiben.

Hajo Hajo / Vor 15 Tage

Das ist ein Tönerner Budda. Denn auch diese Klientel hat nur wenige Chancen in der weltweiten Pandemien anderswo den gewohnten Uraub zu machen. Und im Winter sind sie hier ganz sicher nicht mehr. Also klar, sobald es die Reisefreiheit wieder in den anderen Ländern bzw. Reisegebieten erlaubt, sind sie wieder dort wo sie schon immer waren. - Es ist ein Trugschluss zu glauben,, dass sie die Umsätze des Massentourismus des ganzen Jahres jemals ausgleichen werden. Ihre Interessen sind völlig andere und mischen sich wohl kaum unter mehr als 35.000 Proleten in Magaluf oder noch mehr Ballermänner an der Playa de Palma.

Heinrich / Vor 16 Tage

Ich glaube diesen Zahlen einfach nicht! Mal angenommen, ein Ehepaar bleibt für 10 Tage auf der Insel. Dann würde man für diese Zeit (2 Personen x 5.000,- Euro/Tag) lt. Bericht 100.000 Euro ausgeben. Der Flug London - Palma mit einem Privatjet Hawker 900Xp (für 8 Personen) kostet ca. 14.950,- Euro. Da wären wir also bei max. 2.000 p.P. Ein Luxushotel kostet zwischen 600-1.000 Euro pro Nacht. Jeden Abend in einem Sterne Restuerant essen gehen macht 6x500-1.000 Euro aus. Golfen ok, ist aber nicht erwähnenswert. Luxusyachten kosten 4-25.000 Euro pro Tag - für bis zu 8 Personen!!!!!!!! Ich höre jetzt mal auf nachzurechnen! 5.000 Euro pro Tag und Person kann man nur ausgeben, wenn man pro Person noch eine Luxusuhr für 25.000 Euro mit nach Hause nimmt. Das sind alles Milchmädchenrechnungen die in diesem Bericht aufgemacht werden. Mir geht es selbst sehr gut. Ich wüsste aber nicht, wie ich mit meiner Frau auf Mallorca täglich 10.000 Euro ausgeben könnte.

Michael Düsseldorf / Vor 16 Tage

Hier wäre eine Ergänzung um den CO2-Fußabdruck hilfreich, um dem Luxustouristen ggf. mangelnde Nachhaltigkeit zu bescheinigen. Ok - bei 5000€ Ausgaben/Tag ist das entbehrlich.

Mats / Vor 16 Tage

Das ist doch Mal Qualitätstourismus- 5000€ pro Tag. Das ist wahrscheinlich ungefähr das 100 fache eines Baller-manns/fraus/divs. Das bedeutet das ungefähr 50.000 Superreiche soviel Geld auf der Insel liegen lassen wie 5.000.000 Baller-männer/Frauen/divs. Aber wer hinterlässt nun den größeren CO2 Fussabdruck. Die 5 Millionen Ballermänner, die in Großfliegern kommen und hauptsächlich ihren Urlaub ums Hotel rum verbringen oder die 50000 Superreiche die alle in Privatjets anreisen mit Superyachten und Sportwägen um die Insel düsen. Sollte man Mal darüber nachdenken bzw. den CO2 Verbrauch beider Gruppen erforschen.

Roland / Vor 16 Tage

Mit diesem geringen Anteil kann man nicht die benötigten Masseneinnahmen bestreiten.